„Alle glauben wieder, dass
wir es schaffen können“
Lippstadt - Nach dem Überraschungssieg in Horn läuft der SuS Bad Westernkotten am Montag mit neuem Mut gegen Bockum-Hövel auf. Ob die Spieler Janetzky, Köthemann und Rehborn aber auch in der kommenden Serie noch für den SuS auflaufen, scheint äußerst fraglich. Alle drei Akteure scheinen mit einem Wechsel zum Lokalrivalen RW Horn zu liebäugeln.
Landesliga 5
SuS Bad Westernkotten - SVA Bockum-Hövel (Ostermontag, 15 Uhr, Hinspiel 1:1)
Am Montag wird sich zeigen, ob der Sieg beim Nachbarn in Horn noch einmal für einen gewaltigen Schub innerhalb der SuS-Truppe gesorgt hat. Trainer Dierk Meincke ist jedenfalls optimistisch, dass seine Jungs in Sachen Klassenerhalt noch einmal angreifen. Meincke: „Wichtig ist, dass nach unserem Sieg in Horn jetzt alle wieder daran glauben, dass wir es schaffen können. Doch wir müssen gegen Bockum-Hövel auf jeden Fall nachlegen.“ Besonders wichtig sei es, dass die Stürmer schneller in die Lücken der gegnerischen Abwehr stoßen. Meincke: „Wir spielen nunmal aus vollem Tempo heraus. Da können wir uns nicht vorne hinstellen und abwarten.“ Egal, wie die Saison endet, scheint sich übrigens der Abschied des Trios Köthemann/Rehborn/ Janetzky anzubahnen. Auch Meincke bestätigte, dass alle drei Akteure wohl Verhandlungen mit anderen Vereinen führen. Und der zukünftige SuS-Coach Ralf Lietz wusste zu berichten, dass Janetzky RW Horn bereits zugesagt hat. Das Gerücht, dass Köthemann und Rehborn ebenfalls ins Trotzbachstadion wechseln, sei ihm auch bekannt.
Das war nix! Nur einen Punkt eroberten die Horner aus den letzten beiden Spielen und dies ist gemessen an den Horner Ansprüchen zu wenig. Besonders die 0:1-Derbyniederlage gegen Bad Westernkotten zeigte, dass man auch gegen einen Abstiegskandidaten 100 Prozent bringen muss, will man am Ende keine böse Überraschung erleben. Trainer Bertels, der am Montag wieder auf den Bank sitzt, muss neben Menne und Fastlabend auch auf Tobias Klaus und Jedrzejczyk verzichten. Wie sich herausstellte, hatte Klaus bis zu seiner Auswechselung kurz vor Spielende mit einen doppelten Bänderriss durchgehalten. Auch Jedrzejczyk, der sich an der Spielfeldumrandung eine Risswunde am Arm zugezogen hatte, biss auf die Zähne. Bertels hofft jedenfalls, dass seine Mannschaft in Mühhausen ein klares Zeichen setzt. Bertels: „Wenn man den Anspruch hat, oben mitzuspielen, dann muss man das auch auf dem Platz zeigen. Das war am Sonntag zu wenig. Aber auf so etwas kann man als Trainer ja einwirken.“
“Wir haben Glück gehabt, denn die Ergebnisse der letzten Woche haben uns in die Karten gespielt, so dass wir den Anschluss nach oben nicht verloren haben. Wir selber haben aber gegen Weddinghofen ein ganz schlechtes Spiel gezeigt. Wir haben keine Ideen entwickelt und es fehlte auch an Laufbereitschaft,“ so RWM-Coach Sellemertennach dem 1:1-Remis. Und im Schongang kann man halt auch das Liga-Schlusslicht nicht in die Knie zwingen. Die Rot-Weißen werden also beim Gastspiel in Hamm gleich mehrere Gänge hochschalten müssen, denn dass ihnen erneut das Glück zur Seite steht, darauf sollten sie sich besser nicht verlassen.