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KULTUR
„Bei 1000 ist Schluss“

LIPPSTADT - „Kommen die wirklich?“ Das ist wohl die häufigste Frage, die die Aktivisten des 1. Lippstädter Spaßvereins dieser Tage hören. Schließlich ist ihnen mit der Verpflichtung von Ill Niño als Headliner des ersten „Hardbeat-Festivals“ am Jahnplatz ein echter Coup gelungen.

Kein Wunder, dass Jochen Brode mit dem Vorverkauf bisher durchaus zufrieden ist. Bestellungen für das Event am Samstag, 30. Juni, kommen nach Angaben des Spaßvereins-Vorsitzenden unter anderem aus Berlin, Hamburg und dem Ruhrgebiet. „Die Karten sind aber aufgrund der Auflagen begrenzt und wir müssen uns ganz streng daran halten. Bei 1000 Leuten ist Schluss“, betont Brode. Der Vorverkauf läuft bis Mittwoch, dann gibt es nur noch Restkarten an der Tageskasse — soweit vorhanden.

Und ja, Ill Niño kommen tatsächlich, daran hat Jochen Brode keinen Zweifel. Schließlich ist die Vorab-Gage längst bezahlt, die Flüge sind gebucht. Neben den Nu-Metalern aus New Jersey hat das „Hardbeat“ freilich noch viele andere vielversprechende Bands in petto. Eröffnet wird der Reigen um 13.30 Uhr von Tribute aus Belecke. Die Hardrocker haben vor einer Woche das Amateurrock-Festival in Wickede gewonnen und dürfen deshalb als Opener auf dem Jahnplatz spielen.

Um 14.15 Uhr übernehmen KITT. Die inzwischen zum Quartett erweiterte Lippstädter Combo setzt auf „Skrunkpop“, was nichts anderes bedeutet als „das Beste aus Ska, Rock, Punk und Pop“. Weiter geht es um 15.10 Uhr mit Campaign like Clockwork. Die Band aus Wetzlar will mit ihrer „ganz wilden Mischung aus Indie, Pop und Post-Rock“ vor allem eines erreichen: „ein verstörtes Publikum“, wie die fünf Jungs augenzwinkernd auf Facebook verraten.

Treibende Ska-Elemente treffen laut Vorankündigung auf melancholische Emo-Parts, verfeinert mit harten Moshparts, wenn um 16.20 Uhr Jim Twenty aus Köln loslegen. Etwas gediegener geht es bei The Roots 2.0 zur Sache. Die vor kurzem wiederbelebte, rundumerneuerte Lippstädter Bandlegende präsentiert ab 17.35 Uhr eine fein abgeschmeckte Mischung aus Rock, Blues und Soul.

Beim nächsten Act ist schon der Name spektakulär: The Toten Crackhuren im Kofferraum, darauf muss man erst mal kommen. Die ab 18.50 Uhr aufspielende Berliner Elektro-/Pop-/Punkband tritt in wechselnder Besetzung mit bis zu drei Sängerinnen, diversen Tänzerinnen und Musikern auf. Die Frontdamen hören auf so hübsche Pseudonyme wie Luise Fuckface, Kristeenager und Netja Triebeltäter.

Betont dezent ist auch das Pseudonym von Rockstah. Dahinter verbirgt sich Max Nachtsheim, Sohn des Badesalz-Komikers Hendrik Nachtsheim. Der Rodgauer schleudert ab 20.15 Uhr seinen mit Rock und Elektronikklängen angereicherten Rap unters Volk. Gemütlich wird es um 21.20 Uhr mit den Wohnraumhelden. Das Sofapop-Duo rollt mit mobiler Bühne an: einem dreiräderigen italienischen Motorroller der Marke Ape.

In den Umbaupausen sorgt das Lippstädter Lustspielhaus im Laufe des Tages auf einer eigenen Bühne mit allerlei Kleinkunst für Kurzweil. Und um 22.45 Uhr legen dann die Headliner Ill Niño los.

Karten sind bei der Kulturinfo, bei den Sparkassen und den Patriot-Geschäftsstellen erhältlich. - bal

26.06.2012 19:10
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