BRENNPUNKTE

EU-Richter urteilen im Brustimplantate-Skandal

Luxemburg (dpa) - Wer haftet im Skandal um mangelhafte Brustimplantate, die Hunderttausende Frauen in Gefahr brachten? Der Europäische Gerichtshof (EuGH) spricht heute ein wegweisendes Urteil.

Die Luxemburger Richter sollen klären, ob Prüfstellen wie der TÜV generell gegenüber Patienten haftbar sein können und - wenn ja - welche Pflichten sie bei der Überwachung von Produktionsstandards bei Medizinprodukten erfüllen müssen.

Der französische Hersteller der reißanfälligen Kissen, Poly Implant Prothèse (PIP), ist insolvent. Viele Betroffene klagen nun gegen TÜV Rheinland, der das Qualitätssicherungsverfahren des Unternehmens überwachte - und nicht bemerkte, dass PIP minderwertiges Industrie-Silikon in die Kissen füllte.

16.02.2017 05:45
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