Ortsteil-Serie

Benninghausen: Familienzentrum steht Modell für die ganze Stadt

BENNINGHAUSEN - Voller Stolz blicken die Bürger in Benninghausen auf eine Einrichtung, die seit geraumer Zeit für ganz Lippstadt Modellcharakter hat: das Familienzentrum St. Martin. Der Kindergarten darf sich seit letztem Jahr offiziell so nennen, nachdem der NRW-Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Armin Laschet, nach achtmonatiger Pilotphase ein Gütesiegel überreicht hat - der ersten Einrichtung dieser Art in Lippstadt. Viele Weitere sollen nun noch folgen.Das Familienzentrum, so erläutert Ortsvorsteher Josef Franz im Gespräch mit dem Patriot, bietet ergänzende Hilfen für Familien an und bildet unter anderem Jugendliche für die Kinderbetreuung aus. Oder eine Oma kommt zum Vorlesen in den Kindergarten, um die deutsche Sprache zu fördern.Besonders gut funktioniere die Zusammenarbeit zwischen der Grundschule und dem Familienzentrum. „Das machen die kurzen Wege im Dorf“, betont der Ortsvorsteher. Die Grundschule ist als offene Ganztagsschule eingerichtet. Und auch dort kommen gelegentlich ehrenamtliche Mitarbeiter aus dem Familienzentrum zum Einsatz.Für die Grundschule gibt es auch Ausbaupläne. Die alten Pavillons auf dem Schulhof sollen verschwinden und durch Massivbauten ersetzt werden. „Die Detailplanung ist aber noch nicht abgeschlossen. Beschlossen ist allerdings schon, dass 300 000 Euro über den städtischen Haushalt 2009 für die Maßnahme zur Verfügung stehen“, erklärt Josef Franz.Doch nicht nur an der Grundschule werden sich im nächsten Jahr die Baukräne drehen. Auch die Feuerwehr benötigt nach Angaben des Ortsvorstehers dringend vernünftige Räumlichkeiten. Die Planungen für den Umzug des Löschzuges Benninghausen in den künftigen Feuerwehr-Stützpunkt West laufen. Das ehemalige Hallenbad in Eickelborn soll für rund 900 000 Euro komplett umgebaut werden.Vertagt ist dagegen die vor Jahren geplante Bebauung der Dorfmitte in Benninghausen. In der Wiese zwischen Hammerschmidtbogen und Dorfstraße, so erklärt der Ortsvorsteher, schlummern bekanntermaßen Altlasten. Und deshalb lasse sich eine Bebauung für den Bereich derzeit finanziell nicht darstellen.Mit Einkaufsmöglichkeiten sieht es in Benninghausen nicht sehr rosig aus. Es gibt zwar einen Kiosk, einen Bäcker, ein Backhaus, eine Metzgerei, Arzt, Zahnarzt und Therapeuten. Doch der große Einkaufsmarkt mit einem Vollsortiment fehlt. „Da müssen die Benninghäuser nach Eickelborn oder nach Lippstadt fahren“, bedauert der Ortsvorsteher.Für die Zukunft hat Josef Franz nur „kleine“ Wünsche. Dazu gehört die Verkehrsberuhigung auf der Benninghauser Straße Richtung Eickelborn mit einer zusätzlichen Überquerungshilfe. Ein großes Ziel ist und bleibt der Radweg an der viel befahrenen Landstraße 636 in Richtung Lippstadt. Seit über 15 Jahren werde darüber schon diskutiert, erläutert Franz. Doch nach wie vor sei der erforderliche Grunderwerb für die Trasse des Radweges nicht möglich. Aber vielleicht tue sich in naher Zukunft in dieser Angelegenheit doch noch etwas.

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02.08.2008 00:00
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