KREIS

Blöming nimmt Stotz Ost-Kreis ab

Von Stefan Niggenaber

[UPDATE:] Marlies Stotz (SPD) ist trotz des Verlusts ihres Direktmandates drin im neuen NRW-Landtag. Der Landeswahlleiter hat nach Auszählung aller NRW-Wahlreise inzwischen eine Aufstellung veröffentlicht, nach der die SPD im Land 13 Mandate über ihre Reserveliste vergeben muss. Marlies Stotz ist mit ihrem Listenplatz Nummer 9 die Sechste, die auf diesem Weg in den Landtag kommt. Bestätigt wird darin auch der Wiedereinzug von Christof Rasche, der am Abend schon feststand.

Kreis Soest  - Kopf-an-Kopf-Rennen? Mitnichten. 4,8 Prozent sollten Jörg Blöming und Marlies Stotz am Ende voneinander trennen. Damit holte der 45-jährige CDU-Herausforderer aus Erwitte den Wahlkreis 120 Soest II deutlich vor seiner sozialdemokratischen Kontrahentin (57) aus Lippstadt – und zog damit direkt in den Düsseldorfer Landtag ein. Der Jubel unter den Christdemokraten im Kreishaus kannte daher am Sonntagabend keine Grenzen.

In Zahlen: Für Blöming votierten am Sonntag 29 163 Bürger aus dem östlichen Kreisgebiet (39,6 Prozent), das waren 3561 mehr als für Marlies Stotz. Für letztere entschieden sich 25 602 Wähler (34,8 Prozent). Zur Erinnerung: Bei der letzten Landtagswahl vor fünf Jahren hatte Stotz den Ost-Kreis noch ganz locker mit 42 Prozent geholt – vor CDU-Kandidat Werner Lohn mit 36. Doch ist dieses Verhältnis seit Sonntag auf den Kopf gestellt.

Im neuen Landtag ist das östliche Kreisgebiet (bestehend aus dem Altkreis Lippstadt plus Warstein) nun übrigens nur noch mit maximal drei (statt bislang vier) Abgeordneten vertreten. Die im direkten Wettbewerb mit Jörg Blöming unterlegene Marlies Stotz zieht „vermutlich“ (wie sie am Sonntagabend gegenüber unserer Zeitung sagte) noch über die Reserveliste ins Parlament ein. Christof Rasche (FDP) aus Erwitte hingegen durfte sich gestern bereits definitiv über den Einzug in den Landtag freuen; der Liste sei Dank.

Für Dagmar Hanses (Grüne) reichte es indes nicht mehr – nachdem die Warsteinerin vor fünf Jahren noch via Reserve ins Landesparlament eingezogen war. Weder direkt noch über die Liste reichte es für Michael Bruns (Linke), Harald Blankenhahn (AfD) und Wolfgang Schlunder (Piraten).

Wahlbeteiligung mit 64 Prozent sehr hoch

Bei den Zweitstimmen konnte die CDU mit 36,2 Prozent die SPD (31,7) deutlich distanzieren. Die FDP kam auf 12,6, die AfD auf 6,9, die die Grünen auf 4,9 und die Linke auf 4,3 Prozent.

Frohe Botschaft zum Ende: Die Wahlbeteiligung im Ost-Kreis lag bei 64,1 Prozent – und damit deutlich über der der letzten Landtagswahl (58,3 Prozent).

14.05.2017 22:47
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