Garten

„Das Blut einer Göttin“
LIPPSTADT - Kennen Sie die Geschichte vom Weihnachtsstern? Eine Sage der Azteken, die den Weihnachtsstern bereits im 14. Jahrhundert in Gärten hielten, besagt, dass die tiefrote Farbe der Blüten vom Blut einer Göttin stammt, die an gebrochenen Herzen starb. In seiner Heimat im mexikanischen Hochland blüht der Weihnachtsstern genau wie bei uns zur Weihnachtszeit. Er kann in Mexiko mehrere Meter hoch werden und ist dort bekannt wie bei uns die Rosen, berichtet der Patriot-Gartenexperte Josef Dahlhoff.Von Mexiko zurück zu den Weihnachtssternen bei uns: „Bei guter Pflege sehen die Hochblätter noch frisch aus, auch wenn bereits die kleinen Blüten im Zentrum schon längst verblüht sind“ erklärt Josef Dahlhoff und empfiehlt: „Schauen sie beim Kauf auf die kleinen gelbgrünen, unscheinbaren Blüten im Zentrum zwischen den farbigen Hochblättern. Sind sie knospig und noch nicht aufgeblüht, sind die Pflanzen von hoher, innerer Qualität. Stehen die Pflanzen im Stress, weil sie zum Beispiel beim Händler draußen stehen, fallen die vorzeitig ab und lassen die Pflanzen weniger attraktiv erscheinen. Wenn der Weihnachtsstern gut eingepackt ist, sollte er eigentlich bei nicht zu langem Heimweg keinen Kälteschock erleiden. Mein Tipp: Legen Sie nie im Winter Pflanzen in den Kofferraum. Auch dort sind schnell Minusgrade zu erwarten.“Bei der Wasserversorgung empfiehlt unser Gartenfachmann sorgfältiges Gießen. Der Weihnachtsstern darf weder austrocknen noch zu nass stehen. „Gießen Sie vorsichtig mit zimmerwarmen Wasser. Gerade kaltes Leitungswasser lässt die Wurzeln und später auch die Blätter absterben. Mein Tipp: Legen Sie in den Übertopf eine kleine Schicht Blähton (ca. 2 cm). Die schützt die Pflanze vor dem Austrocknen und speichert noch wurzelschonender das Wasser.“ Gerade bei der trockenen Heizungsluft im Winter ist das Wasser nach Angaben von Dahlhoff in der Erde schnell verbraucht bzw. verdunstet. Man sollte den Weihnachtsstern möglichst hell stellen.Zimmerwärme von 20 bis 22C verträgt die tropische Pflanze problemlos. Sind die Blätter schlapp und welk, sollte man den Blumentopf in einen Eimer mit lauwarmen Wasser tauchen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Das überschüssige Wasser bitte ablaufen lassen. Danach kann die Pflanze wieder zurück in den Übertopf. So gepflegt entsteht keine Staunässe, welche die Wurzeln zum Absterben bringen würde. Kalte Fensterbänke (hier kann ein Korkuntersetzer helfen) und Fenster auf Kippe (Zugluft) mag der Weihnachtsstern gar nicht gerne, berichtet der Patriot-Gartenexperte.Dünger brauchen die Pflanzen dagegen nicht mehr. Schädlinge sollen eigentlich kein Thema sein. Falls doch, sollte man die befallenen Triebe abschneiden und die Pflanze mit biologischen Pflanzenschutzmitteln besprühen. Ein regelmäßiges Besprühen mit Wasser mag der Weihnachtsstern gar nicht. Zum Gießen eignet sich zimmerwarmes Regenwasser am besten . Es kann aber auch das Wasser aus der Leitung genommen werden.Wie Josef Dahlhoff berichtet, kann man die Pflanze noch weiter aufhübschen. Hier seine Tipps: „Zum Blickfang wird der Weihnachtsstern, wenn Sie zur Einrichtung passende Übertöpfe mit Beigaben aus dem Fundus der Natur dekorieren. Dies könnten sein getrocknete Orangenscheiben, Früchte, Nüsse, brombeerroten Bast, Zimtstangen oder Efeuranken. Dekorieren Sie nicht nur die Pflanzen, sondern dehnen Sie den Schmuck auf das unmittelbare Umfeld aus. Legt man ein farblich harmonisches Band um den Topfrand und zwei oder drei Früchte neben den Topf, dann ist das Arrangement schon gelungen. Weiße Weihnachtssterne sehen edel mit Goldfäden oder Engelshaar aus. Sollten die untersten Blätter dann doch einmal abgefallen sein, stecken Sie nicht nadelnde Tannenzweige an den Topfrand. So dekoriert kann der Weihnachtsstern noch 14 Tage bei Ihnen durchhalten.“Die Farbtöne des Weihnachtssterns reichen übrigens vom klassischen rot und rosa mit dunklen oder hellem Laub über weiß bis zu cremeweiß in unterschiedlichsten Ausprägungen. Zweifarbige, ja sogar mit blauer Pflanzenfarbe gefärbte Weihnachtssterne finden inzwischen auch immer mehr Liebhaber. Denn was wäre Weihnachten ohne den Weihnachtsstern.Patriot-Leser Paul Suermann hat noch eine Frage an unseren Gartenfachmann: „Mein Gemüsegarten ist als Bauerngarten mit Buchshecken gestaltet. Wann ist der beste Zeitpunkt um diese Umrandungen zu schneiden?“Josef Dahlhoff: „Buchsbaumhecken reagieren auf einen zu späten Rückschnitt mit verminderter Frosttoleranz. Ein noch zu erwartender Durchtrieb kann nicht mehr aushärten und wird braun im Winter. Der beste Zeitpunkt zum Rückschnitt ist Mitte bis Ende September (plus oder minus 14 Tage).“
05.12.2009 00:00
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