Anröchte - Alle reden von der Fußball-Europameisterschaft. Auch Hannelore Grawe und Josef Saal, Klassenlehrer der beiden 10. Jahrgangsstufen der Hauptschule Anröchte. Anlässlich des Schulfinales, das gestern für 45 Entlassschüler anstand, wurden diesen sechs Gebote mit auf den weiteren Weg gegeben, deren Beachtung Bundestrainer Löw seinen Schützlingen mit Blick auf die EM empfohlen hatte.
Es ging in den Löw-Vorgaben u.a. darum, Mut für das Finden neuer Wege und auch für die Übernahme von Verantwortung zu haben. Grawe und Saal rieten den jungen Leuten bezüglich der EM-Gebote, sich stets Ziele zu setzen, sich diszipliniert sowie respektvoll zu verhalten und auch mal eigene Emotionen zuzulassen. Die harmonische Feier, die die Entlassschüler Justine Feldhaus und Maximilian Rüther moderierten, wurde durch Musik aufgelockert, dargeboten von Dennis Laser, Alexander Braun, Samir Jasarowski sowie Leon Telke. Aland Kamal und Samir Jasarowski landeten anschließend mit ihrem Schulzeit-Rap einen Volltreffer, bevor Janis Peitz unter dem Motto „Wie die Zeit vergeht“ mit Fotos an schulische, sportliche und gesellige Veranstaltungen, Klassenfahrten etc. erinnerte.
Bürgermeister Heinrich Holtkötter, neben dem ev. Pfarrer Sven Fröhlich, der kath. Gemeindereferentin Reinhild Schramm, Caritas-Chefin Hildegard Thiel, Lutz Borg vom Förderverein, Freddy Peitz von der Schulpflegschaft sowie Vertretern von Handel und Kreditinstituten Ehrengast, sagte, dass der Beginn einer Ausbildung ganz neue Weg öffne. Er betonte, dass junge Menschen nie aufhören sollten, sich Wissen anzueignen. Holtkötter: „Zeigt weiter Neugier, lernt niemals aus.“
Schulleiter Michael Hennemann ging vor der Zeugnisvergabe auf den neuen Lebensabschnitt ein, der vor den Entlassschülern und auch deren Eltern liege. Er lobte die Leistungen der meisten Jugendlichen, merkte aber auch kritisch an, dass einige wenige von ihnen trotz aller Mahnungen zuletzt große Chancen auf ein ordentliches Finale hätten liegen gelassen: „Einige haben nicht verstanden, auch das Letzte aus sich rauszuholen.“ Michael Hennemann räumte schließlich ein, dass es sicherlich während der sechs gemeinsamen Hauptschul-Jahre auch mal schwer gewesen sei, durchzuhalten.
Nachdem er das erzielte Gesamtergebnis als sehr ordentlich eingestuft hatte, mit dem sich die meisten Jugendlichen wirklich sehen lassen können, würdigte er das gezeigte Engagement der Schüler auf vielen Schulebenen, beispielsweise als Streitschlichter.
Zum Ende seiner Worte packte Michael Hennemann humorvoll „geheime“ Anekdoten der Abschlussfahrten der beiden Klassen aus. Danach stand die Zeugnisvergabe an. Hennemann, Hannelore Grawe und Josef Saal kommentierten diese (natürlich sehr diskret und leise) mit ganz persönlichen Bemerkungen für jeden Jugendlichen. - mig