ERWITTE

Eine Hochzeit wie aus 1001 Nacht

Anröchte    An einen Sommer, in dem sie den Grundstein für ihre gemeinsame Zukunft mit ihrem heutigen Ehemann legte, kann sich Diane Simon, Leiterin des Seniorenheims Haus Elisabeth, erinnern. Während eines Urlaubs mit ihrer Mutter in El Gouna in Ägypten im September 2002 lernt sie Mohamed Ramadan kennen. Der Ägypter war damals als Animateur in dem Hotel tätig. Die beiden werden ein Liebespaar.

„Den Abschied zum Ende des Urlaubs werde ich nie vergessen“, erzählte die heute 48-Jährige. „Mohamed war gerade mitten in einer Show auf der Bühne. Auf der Stelle ließ er alles stehen und liegen und lief hinter uns her, um mich zu verabschieden.“

Zwei bis drei Mal im Jahr sei Simon anschließend runtergeflogen, um ihre große Liebe zu treffen. Dort lernte sie auch seine Familie kennen. „Ich wurde sofort ganz herzlich aufgenommen“, betonte Simon. „Auch das Thema Religion stellte überhaupt kein Problem dar.“

Nach einem Jahr wollte das Paar seine Liebe dann endgültig besiegeln. Am 30. September 2003 heirateten die beiden in Almehalla el Kubra in Ägypten im Rahmen einer großen Feier mit rund 645 Gästen. „Das war wirklich wie in 1001 Nacht“, betonte Simon. „Ich wurde wie eine Prinzessin behandelt. Am Abend vor der Hochzeit fand die sogenannte Henna-Nacht statt. Dabei werden die Handflächen und Finger des Brautpaares mit Henna gefärbt. Und auch die Hochzeit an sich war einfach nur traumhaft.“

Umso schmerzhafter war es, dass Simon anschließend vorerst alleine zurück nach Deutschland fliegen musste, da das Visum von Mohamed Ramadan noch nicht genehmigt worden war.

Herzlicher Abschied von der Familie

Die Behörden mussten erst prüfen, ob es sich um eine Scheinehe handelte. „Das war natürlich eine schwere Zeit für uns“, so Simon. „Ich kam nach Hause und war verheiratet, aber mein Mann war nicht da.“

Im Dezember 2003 wurde Ramadans Visum genehmigt. Seine Familie charterte einen ganzen Bus, um ihn zum Flughafen zu bringen. „Unterwegs begann erst meine Mutter zu weinen“, so Ramadan. „Dann flossen bei allen Familienmitgliedern die Tränen.“ Am 5. Dezember kam er in Deutschland an. Heute besitzt er die deutsche Staatsbürgerschaft. Aktuell baut das Ehepaar ein Eigenheim in Völlinghausen.    sta

12.08.2017 14:03
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