KREIS

Es bleibt bei 160,8 Millionen

Von Juliane Klug

Kreis Soest    Obwohl die mittelfristige Finanzplanung anderes hatte befürchten lassen, müssen die 14 Städte und Gemeinden 2018 voraussichtlich nicht tiefer in die Tasche greifen. Diese Nachricht hatten Landrätin Eva Irrgang und Kreiskämmerer Volker Topp am Dienstagmittag im Gepäck. Im Kreishaus am Hohen Weg in Soest stellte das Verwaltungsduo Eckdaten der derzeitigen Haushaltsplanung für das kommende Jahr vor. Bereits zuvor hatten sie die Bürgermeister darüber informiert (siehe Artikel unten).

Wenn es bei den Plänen bleibt, dann fiele für das Jahr 2018 eine Kreisumlage in Höhe von 160,8 Millionen Euro an. Das sind 3,9 Millionen Euro weniger als ursprünglich angesetzt. Im gleichen Atemzug sinkt der Hebesatz von gut 41,5 auf 38,6 Prozent. „Aufgrund der gestiegenen Steuerkraft würde der Zahlbetrag der Kreisumlage bei einem unveränderten Hebesatz deutlich ansteigen“, erklärte Irrgang hierzu – nämlich um gut 12 Millionen Euro.

„Eine erfreuliche Meldung“ machte Volker Topp bei den Schlüsselzuweisungen des Landes. Sie steigen nach derzeitigem Kenntnisstand der Verwaltung nämlich im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Millionen Euro auf 42,7 Millionen an. Sowohl die Landrätin als auch der Kämmerer betonten allerdings mehrfach, dass die derzeitigen Zahlen risikobehaftet seien, weil sie auf Simulationsrechnungen fußten. „Ich freue mich trotzdem und hoffe, dass das so bleibt“, sagte Topp.

Moderater als angenommen steigt die Umlage, die der Kreis an den LWL zahlen muss: Mit 74,2 Millionen Euro liegt sie um eine halbe Million Euro über der für das laufende Jahr. Hingegen höher als geplant fällt die Jugendamtsumlage für die elf Kommunen aus, die kein eigenes Jugendamt haben. Hier fallen 41,8 Millionen Euro an (2017: 39,9 Millionen Euro) Gründe hierfür seien höhere Kosten für die Kindertagespflege sowie für den Unterhaltsvorschuss (letzterer wird Alleinerziehenden seit dem 1. Juli auch für Kinder zwischen zwölf bis 18 Jahren und länger als 72 Monate gezahlt). „Da müssen wir leider hochgehen“, bedauerte Topp.

Zusätzliche Pensionsrückstellungen in Höhe von 3,8 Millionen Euro treiben das Budget der fünf Dezernate der Verwaltung in die Höhe. Rechneten sie für 2017 noch mit 165,5 Millionen Euro, so fallen für das kommende Jahr 174,6 an.

Weil am Ende Aufwendungen in Höhe von 404,6 Millionen Euro 399,1 Millionen Euro hohen Erträgen gegenüberstehen (2017 standen 386,9 Millionen Aufwendungen 385,1 Millionen Euro Erträgen gegenüber), steht unter dem Strich ein Minus von 5,5 Millionen Euro. Das kann der Kreis mit der Ausgleichsrücklage auffangen, weil diese wider Erwarten zum Ausgleich des Haushalts 2016 voraussichtlich nicht in Anspruch genommen werden muss.

Der Haushaltsplan soll am 19. Oktober in den Kreistag eingebracht werden. Das Gremium beschließt das umfassende Zahlenwerk dann exakt zwei Monate später.  

05.09.2017 20:02
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