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Kreis Soest - „Wir powern richtig. Der Dienst wird so stark nachgefragt, dass sicher noch für zwei weitere Schulpsychologen genug Arbeit da wäre“, sagt Maria Rodrigues. Die Sachgebietsleiterin in der Abteilung Schulangelegenheiten der Soester Kreisverwaltung, u.a. zuständig für die Schulpsychologische Beratungsstelle, hat den Mitgliedern des Ausschusses für Schule und Sport in der vergangenen Sitzung die Arbeitsstatistik der Einrichtung vorgelegt. Die Zahlen und Fakten lassen keinen Zweifel an deren Bedeutung aufkommen und spiegeln gleichzeitig die Belastung des Psychologen-Teams wider.

Im Schuljahr 2010/11 wurden in der Schulpsychologischen Beratungsstelle mit Sitz „Vor dem Schültinger Tor“ in Soest 1037 Beratungsfälle registriert, 439 aus dem Vorjahr übernommene und 598 neue. Vier Vollzeitstellen, je zwei vom Kreis und vom Land, teilen sich die Arbeit. Bei den 1037 Beratungen handelt es sich um Einzelfallhilfe, die - je nach Problemlage - ganz unterschiedlichen Zeitaufwand erfordert. Nicht selten sind mehrere Beratungstermine notwendig.

Beim Vergleich der abgeschlossenen Fälle, bezogen auf die verschiedenen Schularten, fällt auf, dass die Grundschüler (309 Fälle) die Tabelle mit weitem Vorsprung anführen. „Die Auffälligkeiten und Schwächen werden im Grundschulalter sichtbar“, hat Sachgebietsleiterin Rodrigues eine schlüssige Erklärung. „Man guckt frühzeitig hin, das ist doch als Erfolg zu werten.“ Denn je eher die Hilfe einsetze, um so besser.

Die Einzelfallhilfe habe zwar noch immer eine große Bedeutung, berichtet Rodrigues, doch auch andere Felder würden mittlerweile stärker beackert. So hat das Psychologen-Team im vergangenen Schuljahr 176 Schulberatungen vor Ort durchgeführt, 20 davon in so genannten Krisenfällen. Darunter summierten sich verschiedene Problematiken, die nicht unbedingt immer von „großer Dramatik“ gekennzeichnet sein müssten.

Es gibt Beratungsgespräche mit ganzen Klassen, etwa bei Streitigkeiten. Auch kann der Lehrer im Einvernehmen mit den Eltern bei Problemen eines Kindes die Hilfe der Schulpsychologischen Beratungsstelle in Anspruch nehmen. In bestimmten Situationen oder zu generellen Themen lassen sich zudem die Lehrerkollegien gern von den Fachleuten beraten und fortbilden.

Die Kontaktaufnahme zu der Einrichtung erfolgt von verschiedenen Seiten. Zum einen von den Eltern, aber auch von den Lehrern und schließlich von den betroffenen Kindern und Jugendlichen selbst. - khg

02.02.2012 18:45
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