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GESEKE

Fundierter Streifzug durch alle Epochen

Geseke - Das Thema ist wahrlich nicht neu in der Stadt. Diskutiert wurde viel und lange, abenteuerliche Summen wurden immer wieder ins Spiel gebracht. Mal wurde das Buch auf, dann wieder zugeschlagen. Jetzt ist es so weit offen wie nie zuvor.

Im Haushaltsplan der Stadt Geseke stehen die notwendigen Finanzmittel mittlerweile bereit, so dass in diesem Jahr ganz offiziell der Startschuss für die Erstellung einer umfassenden Geseker Stadtgeschichte fallen kann. Wie Stadtverwaltungsdirektor Hermann Schumacher auf Anfrage unserer Zeitung berichtete, habe die Stadt dem Paderborner Historiker Dr. Detlef Grothmann derweil den Auftrag erteilt, das Werk bis zum 800-jährigen Stadtjubiläum im Jahr 2017 zu erstellen.

Das grobe Konzept steht bereits. Alle Epochen der Geseker und der Geschichte der Ortsteile sollen in zwei Bänden auf rund 500 Seiten wissenschaftlich fundiert und mit Fotos illustriert dargestellt werden. Kosten in Höhe von insgesamt 120 000 Euro plant die Stadt für die Erstellung ein. Finanziert werden soll die Herausgabe des Werkes laut Schumacher durch den Verkaufserlös, durch Sponsoren und durch städtische Finanzmittel.

Die Vorbereitung des Großprojektes hat für Dr. Detlef Grothmann längst begonnen. Erste Vorgespräche mit der Verwaltungsspitze und der Stadtarchivarin haben bereits stattgefunden. Auch eine grobe Gliederung des Werkes steht nach Angaben des Historikers, der unter anderem Stadt- und Dorfgeschichten in Salzkotten, Borchen oder Brenken veröffentlicht hat, schon fest.

Wie der 53-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung berichtete, soll sich in Band 1 ein erster, kleiner Teil mit der geographischen und naturräumlichen Anbindung der Stadt und einem Blick auf die ältesten Geseker Spuren, etwa in der Eisenzeit, beschäftigen. Im zweiten, großen Teil wird in acht bis zehn Beiträgen die Geschichte von der ersten schriftlichen Erwähnung über die Erhebung Gesekes zur Stadt durch den Kölner Erzbischof Engelbert I. bis zur Gegenwart aufgearbeitet. „Das wird eine geschlossene Geschichte, ein chronologischer Durchmarsch, kein Flickenteppich“, verspricht Grothmann. Band 2 wird sich schließlich speziellen Aspekten der Geseker Wirtschafts-, Handwerks-, Kirchen-, Vereins-, Rechts- und Sozialgeschichte widmen.

Nicht alle Beiträge wird Grothmann selber verfassen. Autoren aus dem Kreise der Geseker Heimatforscher möchte er mit ins Boot holen. Richtig starten will er mit dem Projekt, wie vertraglich vereinbart, im Jahr 2013. „Dann geht es in die Archive, dann werden die Autoren ausgewählt, bevor 2014 das Abfassen der Beiträge beginnt“, schildert er den Fahrplan. Im Herbst 2016, pünktlich vor dem 800-jährigen Jubiläum, soll die Stadtgeschichte schließlich druckfrisch auf den Markt kommen.

„Es soll ein Standardwerk für die Geseker werden. Wir haben eine prägende Stadtgeschichte. Da gehört so etwas einfach dazu“, findet Hermann Schumacher. - df

02.02.2012 17:58
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