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ANRÖCHTE
Gemeinsame Sache bei der Energiepolitik

ANRÖCHTE / ERwitte - Die Energiepolitik in den nächsten Jahren beschäftigt seit einigen Monaten Rat und Verwaltung der Stadt Erwitte, denn im Jahr 2013 läuft der Konzessionsvertrag für Strom aus. Deshalb hat die Stadt Erwitte öffentlich im Bundesanzeiger Stromversorgungsunternehmen aufgefordert, ein Angebot abzugeben. Der Stromkonzessionsvertrag der Gemeinde Anröchte mit der RWE, erklärte Bürgermeister Heinrich Holtkötter gestern Mittag, läuft erst 2015 aus. Also bleibt in Anröchte noch etwas Zeit. Trotzdem will man sich, zusammen mit den nördlichen Nachbarn schon jetzt positionieren.

Interkommunales Gespräch geführt

Die Abgabefrist lief am 31. Dezember 2011 ab, so dass die Stadt Erwitte nun ermitteln muss, welche Lösung mit welchem Anbieter die beste für die Stadt ist. Unterstützt wird die Kommune von einem im Energierecht erfahrenen Juristen und einem Experten für technische Fragen.

Wie kann man seine Verhandlungsposition erfolgreich stärken? - Die Gedanken der Bürgermeister von Erwitte und Anröchte sowie der zuständigen Fachbereichsleiter gehen in die gleiche Richtung: möglicherweise durch eine Kooperation. Deshalb wollen sie prüfen, ob man nicht gemeinsam in einer strategischen Partnerschaft auf die Energiefragen antwortet. Dazu fand am 24. Januar ein Gespräch im Erwitter Rathaus statt, hieß es gestern Morgen in einer Presseinformation exklusiv an unsere Zeitung.

Teilnehmer waren neben den Bürgermeistern Heinrich Holtkötter und Peter Wessel, die Fachbereichsleiter Antonius Löhr und Ralf Linnebur sowie die Kämmerin der Gemeinde Anröchte, Karin Bosäck. Gleichfalls nahmen auch die externen Berater teil.

Die Empfehlung aus der Besprechung geht klar in die Richtung, die Chancen einer interkommunalen Zusammenarbeit in der Energiepolitik zu prüfen und zu nutzen.

Info-Veranstaltung am 29. Februar

Die Gestaltungsmöglichkeiten beider Kommunen sollen dazu den Räten von Anröchte und Erwitte in einer gemeinsamen öffentlichen Informationsveranstaltung insbesondere durch die externen Berater vorgestellt werden.

Diese öffentliche Veranstaltung ist für Mittwoch, 29. Februar, um 18 Uhr im Ratssaal der Stadtverwaltung Erwitte vorgesehen, zeigten die beiden Bürgermeister auf. Dabei werden die externen Berater die Voraussetzungen und Notwendigkeiten vorstellen, nach denen eine objektive Auswahl erfolgen könnte. Neben kaufmännischen Gesichtspunkten zählt dazu auch die langfristige Versorgungssicherheit. Die Entscheidung über die strategischen Ziele treffen die Räte.

Eine mögliche Zusammenarbeit auf dem Energiesektor der Kommunen Anröchte und Erwitte erfordert nach Meinung der Berater eine inhaltliche Abstimmung, die bereits im Vorfeld durch eine Rahmenvereinbarung gestaltet werden könnte. Auch darüber wird in der öffentlichen Informationsveranstaltung berichtet.

Bürgermeister Peter Wessel und sein Anröchter Kollege Bürgermeister Heinrich Holtkötter sehen in einer solchen Kooperation sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten, weil alle Anbieter neben einem klassischen Konzessionsvertrag auch andere gesellschaftsrechtliche Modelle anbieten können.

31.01.2012 18:36
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