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Ortsteil-Serie

Herringhausen: Ländliche Idylle mit einigen Schwachstellen

HERRINGHAUSEN - Beim Bürgergespräch mit Ortsvorsteher Alfons Müller und dem Patriot in Herringhausen steht ein Thema eindeutig im Vordergrund, und das sind die Raser auf der Ortsdurchfahrt L 636. Viele Anwesende berichten von atemberaubenden Geschwindigkeiten, die immer wieder zu beobachten sind, und von teilweise halsbrecherischen Überholmanövern im Ort. Ortsversteher Müller, der selbst an der L 636 wohnt, bestätigt die unhaltbaren Zustände. Am westlichen Ortseingang sorge eine Fahrbahnverengung dafür, dass nicht mehr ganz so schnell gefahren wird, doch im Ort treten viele Fahrer nach Angaben von Müller schon wieder kräftig aufs Gaspedal. Wie viele seiner Mitbürger wünscht sich auch Müller dringend Verkehrsberuhigungsmaßnahmen, doch die lassen auf sich warten. Abhilfe soll der Bau eines Überwegs mit einer Mittelinsel schaffen. Doch dazu kommt es nach Informationen des Ortsvorstehers erst, wenn auch der Bürgersteig an der L 636 vor dem kleinen Neubaugebiet angelegt wird. Die Geduld der Anwohner wird daher wohl noch länger auf die Probe gestellt werden.Genauso sieht es bei dem seit Jahren gewünschten Radweg an der L 636 aus. Hier drängen die Bürger aus Herringhausen vor allem auf den Ausbau des Teilstücks in Richtung Overhagen, weil da viele Kinder zur Schule gehen. Beim Bürgergespräch kann ein Sprecher der Radweg-Initiative den Anwesenden aber nur wenig Hoffnung machen. Wegen der schwierigen Grundstücksverhandlungen werde es wohl keine rasche Lösung geben.Ein Problem haben die Bürger von Herringhausen mit vielen Bewohnern im ländlichen Raum gemeinsam, und das sind die wenig leistungsfähigen DSL-Anschlüsse. Beim Bürgergespräch ist von deutlichen Leistungsminderungen die Rede. Ortsvorsteher Alfons Müller sieht hier nicht nur ein Problem für die Bürger, sondern auch für die kleine Zahl von Betrieben im Ort. Er hofft jedoch, dass die von der Stadt Lippstadt gestarteten Bemühungen von Erfolg gekrönt sein werden und es auch in Herringhausen demnächst effizientere DSL-Anschlüsse geben wird.Damit ist die Wunschliste der Bürger im Ort aber noch nicht abgearbeitet. Geklagt wird auch über Graffiti-Schmierereien an der Unterführung Hundebusch, Nichtbeachtung der Tempo-30-Regelung an der Straße Im Bocksfeld und mangelhafte Straßenwartung im Ort. Doch es gibt auch Lob für die Stadt. So bedankt sich ein Bürger dafür, dass die Stadt jedes Jahr einige hundert Blumenzwiebeln bereitstellt, damit Herringhausen zum Frühjahr in frischen Farben erblüht. Diesem Lob schließt sich auch Ortsvorsteher Alfons Müller gerne an: „Mit der Stadt Lippstadt haben wir ein gutes Auskommen. Die Verwaltung greift unsere Probleme immer sehr schnell auf.“   hes-

14.02.2009 00:00
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