Garten

Hochwertig und langlebig

LIPPSTADT - Der langanhaltende Winter ist für den ambitionierten Gartenfreund die Gelegenheit, sich in Ruhe und mit Muße Gedanken über die künftige Gartengestaltung zu machen. Einen großen Teil des Gartens nehmen mit den Wegen, der Auffahrt und der Terrasse befestigte Flächen ein. Sie bilden die wichtige Verbindung zwischen Innen- und Freiraum. Gerade im Vorgartenbereich prägt das Material des Bodenbelages entscheidend das Erscheinungsbild und die Qualität der Gesamtanlage, schreibt unser Gartenexperte Frank Nitschke.

„Mit der Entscheidung für ein Natursteinpflaster wird die Wertschätzung für eine alte Handwerkstradition zum Ausdruck gebracht. Bei geeigneter Materialwahl und fachgerechter Ausführung entsteht eine qualitativ hochwertige und langlebige Fläche mit individueller Note“, betont Nitschke. Naturstein sei daher eine feste Größe in der klassischen und zeitgenössischen Gartengestaltung an der sich der Gartenliebhaber erfreuen kann.

Die am häufigsten verwendeten Natursteine im Pflasterformat sind der Granit, Basalt und der Porphyr. Sie sind in drei genormten Größen zu beziehen. Granit reicht in seiner Farbskala von Beige/Weiß, Dunkelrot bis Gelb und Grau mit allen Zwischenschattierungen. Je nach Körnung des Materials ist die Oberfläche grob oder fein. Der Basalt ist ein dichter, feinkörniger Stein in schwarzgrau. Dieser Stein passt farblich sehr gut zu den Grün- oder Gelbtönen des hiesigen Anröchter Steins. Porphyr ist in Braun- und Rottönen erhältlich.

„Eine besondere Erwähnung soll hier der Ruhrsandstein erhalten“, schreibt unser Gartenfachmann. „Dieser Sandstein in warmen erdbraunen Farben wird noch in zwei Steinbrüchen in der Nähe von Dortmund abgebaut. Er kann wegen seiner enormen Dichte und Härte auch als Sandstein im Pflastersteinformat angeboten zu werden“, so Nitschke. Durch seine besondere Farbgebung entfalte der heimischen Ruhrsandstein auch in mediterran gestalteten Gärten seine Wirkung.

Nitschke verschweigt aber nicht die Bedenken, die gegen Natursteinpflaster im Vergleich zum Betonwerkstein vorgebracht werden: Bestimmte Natursteine wie der Basalt besitzen eine glatte Oberfläche und stellen bei widrigen Witterungsverhältnissen eine große Rutschgefahr dar. Die Kosten für das Material und die Ausführung liegen höher, da die Natursteine größere Maßtoleranzen als Betonwerksteine besitzen. Das Verlegen des Natursteinpflasters erfordert insbesondere im Bogen- oder Schuppenverband handwerkliches Geschick und Erfahrung.

Ein weiteres Argument gegen Natursteine, welches häufig genannt wird ist die mangelnde Ebenmäßigkeit der hergestellten Fläche. Zu den oben genannten Bedenken ist folgendes anzumerken: Die Rutschfestigkeit ist auch bei bestimmten Natursteinen, wie Granit höher. In Bereichen, die ganzjährig trittsicher sein müssen, oder bei Treppen sollte daher ein Material mit rauer Oberfläche gewählt werden.

„Die Kosten für Qualität des Materials und der Ausführung sind mit dem eigenen Anspruch und der Bereitschaft sich dieses zu leisten abzugleichen“, betont Frank Nitschke. Es bestehe fast immer die Möglichkeit zumindest in Teilbereichen als Bänderung oder Pflasterspiegel mit Natursteinpflaster zu arbeiten. Eine Terrasse aus Betonplatten oder ein Gehweg aus Betonwerksteinen könne so eine individuelle Note erhalten, außerdem würden einzelne Bereiche akzentuiert.

Auch eine Beetbegrenzung oder Rasenkante ein- oder zweizeilig mit Naturstein eingefasst wertet die Gesamtanlage auf, betont Nitschke. Die Ebenmäßigkeit ist bei den heutzutage maschinell hergestellten Naturstein-Pflastersteinen bei fachgerechter Ausführung nach den bestehenden Normen normalerweise ausreichend. Wird in einzelnen Bereichen eine ebenere Fläche verlangt, kann dort mit gesägten Platten oder Klinker gearbeitet werden.

Die Fugen zwischen den Pflastersteinen können mit Splitt oder Sand der Körnung bis zu 5mm verfüllt werden, berichtet unser Gartenfachmann. Die gesamte Pflasterfläche ist dadurch wasserdurchlässig. Allerdings sollte man sich im Klaren sein, dass eine wenig befahrene Fläche auf Dauer von kleinen Pflanzen besiedelt wird. Bei Großpflaster kann dies ein gewollter Effekt in den breiten Fugen sein, die dann mit einer Grassamenmischung befüllt werden. Sind dauerhafte und dichte Fugen gewünscht, ist zweikomponentiger Pflasterfugenmörtel nach Angaben von Nitschke die richtige Wahl. Er wird in verschiedenen Farbtönen angeboten, die zur jeweiligen Farbgebung des Natursteinpflasters passen.

05.02.2010 19:09
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