Hörste: Neuer Dorfplatz dient als Treffpunkt für Jung und Alt
Ortsvorsteher Schneider: Schon 2009 erste Maßnahmen an der Kirche möglich. Neue bezahlbare Bauplätze für junge Familien. Auch beim Sport tut sich etwas
HöRSTE - Von A wie Apotheke bis Z wie Zahnärztin ist (fast) alles da, was man zum Leben braucht: Die Infrastruktur in Hörste ist deutlich besser als in manch anderem Lippstädter Ortsteil und „sucht ihresgleichen“, wie Ortsvorsteher Dirk Schneider (43) im Patriot-Gespräch sagt. „Für ein 1600-Seelen-Dorf ist alles vor Ort.“ 1584 Einwohner hat der Ortsteil - mit in den letzten Jahren fallender Tendenz. Zwar möchte Schneider nicht schon von Überalterung sprechen, aber mehr junge Familien täten Hörste zweifellos gut - etwa auch mit Blick auf den Erhalt der teilweise nur einzügigen Grundschule und die Arbeit des Drei-Gruppen-Kindergartens.Das Problem: Es stehen nicht genügend (bezahlbare) Baugrundstücke zur Verfügung. Während in der Vergangenheit in anderen Orten neue Baugebiete ausgewiesen worden seien, sei Hörste in dieser Hinsicht „Diaspora“ gewesen. Und bei den wenigen Grundstücken seien die Preise „explosionsartig“ nach oben gegangen.Umso erfreuter ist der Ortsvorsteher, dass sich nun eine gewisse Entlastung abzeichnet. So entstehen im Bereich Distelkamp acht bis zehn Bauplätze, die über die GWL vermarktet und zu Preisen zwischen 75 und 80 Euro angeboten werden - deutlich erschwinglicher als jene 100 Euro, die an anderer Stelle verlangt würden.Auch in Sachen Sport tut sich im kommenden Jahr einiges. Dann errichtet der VfL am Sportplatz ein 35 mal 55 Meter großes Kleinspielfeld mit einer Beachvolleyball- sowie Beachsoccer-Anlage.Möglich auch, dass bereits 2009 an der St. Martinus-Kirche die ersten Maßnahmen für den neuen Dorfmittelpunkt umgesetzt werden - ein Projekt, für das der Überschuss aus dem Kreisschützenfest 2005 verwendet werden soll. Auf der Fläche vor der Pfarrkirche soll ein Dorfplatz entstehen, als Treffpunkt für Jung und Alt, mit Brunnen und Sitzecke, auch die Bushaltestelle soll neu gestaltet werden. Bei der Stadt wird zurzeit geprüft, ob diese Maßnahme in ein Gesamtkonzept gegossen werden kann, das auch eine Neugestaltung der Straßenzüge rund um die Kirche umfasst. Denn hier bestehe „sowieso Handlungsbedarf“, sagt Dirk Schneider. Ob der große Wurf gelingt, hänge nicht zuletzt von der Finanzierbarkeit ab. Ein Start im Jahr 2010, das wäre „schon optimistisch“.Klar ist für den Ortsvorsteher, dass auch hier - wie bei anderen Projekten im Dorf - Eigenleistung gefragt ist. Dabei sei es kein Problem, die richtigen Leute zu finden - „für jedes Gewerk gibt´s einen Handwerker im Ort, der einen tatkräftig unterstützt.“Deutlich verbessert hat sich die Verkehrssituation am westlichen Ortseingang. Nach dem Einbau der Fahrbahnverengung „bremsen 90 Prozent der Pkw und fahren nicht mehr mit Tempo 100 in den Ort hinein“. Erforderlich seien aber auch Maßnahmen am Ortseingang gen Garfeln. Dringenden Handlungsbedarf sieht der Ortsvorsteher zudem an der Bahnecke, vom Ostring bis zum Ortsausgang, wo es schon einige riskante Situationen gegeben habe. Der Bau eines Rad- und Gehwegs sollte schon im Sommer dieses Jahres realisiert sein, dann wurden Prioritäten anders gesetzt. „Das brennt uns auf den Nägeln.“ hei