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Ortsteil-Serie

Hoinkhausen: Miteinander für die Dorfgemeinschaft

HOINKHAUSEN  - Klein und beschaulich zeigt sich Hoinkhausen im Norden des Rüthener Stadtgebietes. 156 Einwohner hat die Gemeinde derzeit - in den 1950er Jahren waren es immerhin um die 300 Ortsbewohner. „Hier existiert noch eine heile Welt“, berichtet Ortsvorsteher Karl-Heinz Benteler stolz. Doch trotz einer „guten und intakten Dorfgemeinschaft“ gibt es auch einige Punkte, die vielen Ortsbewohnern ein regelrechter Dorn im Auge sind.So schauen die Hoinkhauser ungern in die Mitte ihres Ortes. Denn hier liegen gleich zwei Immobilien, die in der jüngsten Vergangenheit immer wieder für Diskussionsstoff gesorgt haben. Neben der alten Molkerei, die zu einer Jugendhilfeeinrichtung umgebaut wird, ist dies auch der Hof Arens an der Hoinkhauser Straße. Dem Fachwerkhaus - Anfang 1700 erbaut und damit das zweitälteste Haus im Ort - droht der Verfall. Seit Monaten unbewohnt, liegen bereits erste Dachpfannen auf dem Bürgersteig.Der letzte Mieter hat zudem das Fachwerk an einigen Stellen herausgebrochen, so dass Wind und Wetter dem Gebäude zusetzen. „Der Eigentümer hat aber anscheinend kein Interesse daran, dass Haus zu renovieren“, erzählen die Hoinkhauser. „Es würde uns nicht wundern, wenn das Haus eines Tages mit einem Abrissbagger dem Erdboden gleichgemacht wird.“Ein reges Vereinsleben zeichnet das Miteinander in Hoinkhausen aus. Am mitgliedstärksten ist hier der Schützenverein. Gemeinsam mit den Ortschaften Nettelstädt und Weickede zeigen die 170 Vereinsmitglieder nicht nur beim Schützenfest Flagge. Neben der Teilnahme an den Prozessionen und dem Volkstrauertag veranstalten die Schützen auch Konzerte und Schnadgänge, Winterbälle, Seniorennachmittage und einen Weihnachtsmarkt.Um kulturelle Belange des Ortes kümmert sich der Förderverein Heroldsches Erbe. Im Andenken an Pastor Herold werden die 75 Vereinsmitglieder im Jahr 2010 den 200. Todestag des Hoinkhauser Pfarrers in einer Feierstunde begehen.Seit 1993 ist in Hoinkhausen auch die fünfte Jahreszeit eingekehrt. Der „HFKK“ (Hoinkhauser Freier Karnevalskreis) sorgt alljährlich mit einem Wagen für jecke Stimmung beim Rüthener Rosenmontagszug.Die selbsternannte „Dorfjugend“ - Einwohner im Alter zwischen 18 und 40 Jahren - trifft sich im Abstand von zwei Monaten zum geselligen Spätschoppen. In der Heroldschen Schule werden dann bei Grillspezialitäten oder aber bayerischen Köstlichkeiten Freundschaften gepflegt. Auch ehemalige Hoinkhauser finden zu diesen Terminen den Weg in ihre alte Heimat.Dass diese regelmäßigen Treffen für das Miteinander im Ort unerlässlich sind, zeigt sich an der Entwicklung in den letzten Jahrzehnte. Damals gab es in Hoinkhausen noch zwei Kneipen. Der letzte Gasthof schloss allerdings vor nunmehr 33 Jahren seine Pforten. „Das tat weh“, gibt Benteler zu. Denn damit fehlte ein Versammlungsraum. Das vom Förderverein Heroldsches Erbe renovierte Schulgebäude an der Kirche und das Pastorat schaffen mittlerweile Abhilfe.   kvt

17.12.2008 00:00
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