Geseke - Eine derart kuriose Strafanzeige beschäftigt das Verkehrskommissariat wohl eher selten: Wie die Pressestelle der Kreispolizei am Montag berichtete, ereignete sich in der südlichen Geseker Feldflur am Freitagnachmittag ein Vorfall, der den beteiligten Autofahrer dazu brachte, zwei Frauen, die mit Kinderwagen und Hund unterwegs waren, wegen Nötigung und Beleidigung anzuzeigen.
Eigenen Angaben zufolge kam der 25-Jährige aus Richtung Eringerfeld und befuhr gegen 17.15 Uhr den Kötterweg. Als er eine Frau mit Kinderwagen erkannte, die ihm entgegenkam, bremste seinen Pkw ab. Als dann plötzlich ein Hund auf die Fahrbahn lief, musste er ausweichen und landete auf dem Grünstreifen. Erst jetzt bemerkte der Autofahrer eine weitere Fußgängerin und einen zweiten Hund. Aus diesem Grund stieg er nicht aus seinem Wagen aus. Die Frau mit dem Kinderwagen soll dann die Fahrbahn blockiert haben, die andere Frau soll den Mann beschimpft und beleidigt haben. Der 25-Jährige konnte der Situation angeblich nur durch das Rückwärtssetzen seines Fahrzeugs entkommen. Anschließend fuhr er zur Polizei und erstattete Strafanzeige.
Frauen sollen auch zu Wort kommen
Die Polizei würde nun gerne auch die Version der beiden Frauen hören. Diejenige, die den Kinderwagen schob, soll etwa 20 bis 25 Jahre alt sein, die andere etwa 55 Jahre. Bei den beiden Hunden (schwarz und braun) könnte es sich um Labradore handeln. Hinweise zu den Spaziergängerinnen nimmt das Verkehrskommissariat in Lippstadt unter der Telefonnummer (0 29 41) 9 10 00 entgegen.
Was hat denn überhaupt ein Autofahrer im Feld verloren?Heimlich gekifft oder Müll entsorgt?
mb,
lippstadt26.06.2012 09:12:51
interessant, marco, welche gedanken du gleich hast. das läßt tief blicken. jedenfalls sind nicht immer die autofahrer die "bösen". wenn dem so ist, wie geschildert, bin ich voll auf der seite des autofahrers. straßenverkehr funktioniert nur mit rücksichtnahme. dazu gehört auch, daß hundehalter ihre tiere unter kontrolle haben - das kann ansonsten noch viel schlimmer ausgehen.
NoEnich,
Lippstadt26.06.2012 11:29:29
Der Autofahrer sagt also sinngemäß, dass er auf einem Feldweg trotz entgegenkommender Person mit Kinderwagen seine Geschwindigkeit nicht soweit gedrosselt hat um problemlos anhalten zu können. Nun weiß man dass bei Kinderwagenschiebern erhöhtes Risiko besteht, dass ein weiteres Kleinkind in der Nähe ist, das beispielsweise verdeckt hinterm Kinderwagen läuft, geringste Geschwindigkeit ist angesagt. Da ist es nüchtern gesehen ziemlich optimistisch zur Polizei zu gehen um Anzeige zu erstatten.
BenLingam,
Geseke26.06.2012 13:38:10
Der Fahrzeugführer hat Fußgänger und Kinder voraus und schafft es im Grünstreifen zu landen??? Ja Leute gehts noch? Das war außerdem im Feld und nicht im "öffentlichen Straßenverkehr". Da haben Autos eigentlich eh kaum was zu suchen! Und dann noch zur Polizei wegen Nötigung? Zum Lachen...
gast,
29.06.2012 23:23:37
Und mit so einem Scheiß muss sich die Polizei rumärgern!?
Gibt es in Geseke echt keine anderen Probleme?