Klieve genießt den Ruf eines Künstlerdorfes
Bauarbeiten in der „Alten Schule“ fordern derzeit die Bürgerschaft. Instandsetzung der Wirtschaftswege und Bruchsteinmauern angesprochen
KLIEVE - Die wirtschaftliche Übernahme des Dorfgemeinschaftshauses „Alte Schule“ von der Gemeinde Anröchte und die damit grundlegende Sanierung und Renovierung des Gebäudes, erbaut im Jahre 1887, sind im Moment „die“ Herausforderungen für die Kliever Bürgerschaft. Die Regie führt dabei die eigens gegründete Vereinigung „Klieve Initiativ“. Derzeit konzentiert sich das „Team vom Bau“, erläuterte Vorsitzender Thomas Topp, auf die Modernisierung des Wohnbereiches.Mit Blick darauf, ließ Topp im Verlauf der jüngsten Dorfversammlung wissen, sind etwa 40 Prozent der notwendigen Arbeiten bisher erledigt. Um auch das restliche Pensum zu schaffen, sind „Klieve Initiativ“ alle verfügbaren helfenden Hände willkommen. Tipp für alle, die sich gern und freiwillig in den Dienst der guten Sache stellen möchten: Die Serie der Arbeitseinsätze findet am kommenden Samstag, 18. April, 9 Uhr, ihre Fortsetzung!Ziel des Vorstandes ist es, die erste Etage des Dorfgemeinschaftshauses ab spätestens August zu vermieten. Im nächsten Arbeitsschritt ist ins Auge gefasst, auch den Gemeinschaftsraum, den Thekenbereich und die Räumlichkeiten der Jugendgruppe instandsetzen und ansprechend zu gestalten.Um das große Engagement von „Klieve Initiativ“ zu fördern, sprach sich die Teilnehmerschaft der Versammlung dafür aus, einen respektablen Euro-Betrag aus der sogenannten „Dorfkasse“ zu spenden. Zu den Materialkosten, die derzeit für die Arbeiten in der Wohnung anfallen, fließen von der Gemeinde 8000 Euro.Im Beisein des Patriot diskutierten die Kliever Bürger u.a. über den Anschluss an das schnelle DSL-Netz per Funk. Zunächst gab´s entsprechende Informationen von Wilhelm Schöfbänker von der Firma Paracom, die das DSL-Funknetz in Altenmellrich vor wenigen Monaten aufbaute. Um ein Funknetz zu installieren, das ab Juni mit einer Leistung von 16 000 Mbit aufwarten soll, auf Klieve auszudehnen, ist es notwendig, dass sich mindestens 35 Nutzer dafür entscheiden. Infomaterial gibt es beim Ortsvorsteher.Eine mittlerweile notwendige Instandsetzung der Wirtschaftswege mahnte Landwirt Philipp Berghoff mit Blickrichtung auf die Gemeinde an. Schniedertöns nahm den Vorschlag auf, verwies aber auf die schwierige Finanzlage Anröchtes. Außerdem war zu vernehmen, dass Bruchsteinmauern, die das Ortsbild Klieves besonders prägen, an einigen Stellen restauriert werden müssen; u.a. von privater Seite. Nicht zuletzt wünschen sich Anlieger der Straße „Auf dem Knapp“ die Instandsetzung der Fahrbahn, die an einigen Stellen abgesackt ist bzw. tiefe Löcher aufweist.Positiv blickte Ortsvorsteher Schniedertöns auf die Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ zurück. Dabei errang Klieve in ´08 einen guten vierten Platz. Besonders fielen den Juroren die zahlreichen künstlerischen Aktivitäten ins Auge. Sie regten deshalb einen „Kunstpfad“ als Zukunftsprojekt an, der die vorhandenen und zukünftigen Kunstwerke vernetzt. So sprach die Jury vom „Künstlerdorf Klieve“.Über die Vorbereitungen auf die 775-Jahrfeier des Dorfes am Samstag und Sonntag, 5./6. September, berichten wir noch gesondert. gö.