OMS Werbung
Snippets
Artikelansicht
ANRÖCHTE
Kultur als Standortfaktor

ANRÖCHTE - Von den Sparmaßnahmen oder Gebührenerhöhungen, die derzeit, wir berichteten mehrfach, von der Kommunalpolitik diskutiert und für die Erstellung eines freiwilligen Haushaltssicherungsplanes nach und nach beschlossen werden, ist nicht zuletzt auch der Kulturring betroffen. Um die Einrichtung der Gemeinde, wie Bürgermeister Heinrich Holtkötter im Verlauf der zum Teil recht kontrovers und emotional geführten Beratungen betonte, gab’s auch kritische Töne zu hören.

Diese rankten sich besonders um die 18.000 Euro, die dafür in Ansatz gebracht sind, dass die Geschäftsführung der Vereinigung im Rathaus erfolgt und weitere Arbeiten sowie Aufgaben von der Verwaltung erledigt werden; bis hin zum Verteilen der Plakate. Besonders Lars Goldammer, Bündnis 90/Die Grünen, hakte vehement nach und betonte: „18.000 Euro für die Geschäftsführung sind eindeutig zu viel!“ Obwohl der Kulturring im nächsten Jahr mit einem geringeren Zuschuss, 4.000 statt bisher 6.000 Euro, auskommen muss, vermisste der Grünenpolitiker weitere Sparbemühungen. Nicht zuletzt führte Goldammer ins Feld, wohl aus Kenntnis der Kulturringbilanzen, und wiederholte dies auch nach heftiger Kritik von Bürgermeister Holtkötter und von Kulturringsgeschäftsführer und Hauptamtsleiter Wolfgang Dreger:

„30 000 Euro auf der hohen Kante“

„Der Kulturring hat über 30.000 Euro auf der hohen Kante!“ Die Fraktion der Grünen forderte in der Ratssitzung dazu auf, doch noch einmal die Jahresbilanzen der Vereinigung per Computer und Beamer im Sitzungssaal zu visualisieren. Doch die Zahlen gab’s im Rat leider nicht. Lars Goldammer sprach sich dafür aus, nochmal über die zukünftige finanzielle Ausstattung des Kulturrings sprechen zu wollen.

Zu den Kritikern der Kulturring-Geschäftsführungskosten gehörte ebenso Wilhelm von Garrel, CDU-Ratsherr. Er verwies u.a. darauf, dass die Kulturringe in Erwitte und in Rüthen ihre Geschäftsführung allesamt ehrenamtlich zu erledigen haben und keine kommunalen Zuschüsse erhalten.

Von Garrel, der klar und deutlich, wie auch Lars Goldammer, die sehr gute Arbeit der Kulturschaffenden um den Vorsitzenden Dr. Ottmar Goy ausdrücklich lobte und mit Anerkennung belegte, forderte, dass die Vereinigung dazu kommen müsse, die Geschäftsführung im Ehrenamt zu erledigen und warf die kritische Frage auf: „Warum wird dann nicht die Arbeit in den anderen Vereinigungen in der Gemeinde ähnlich unterstützt?“

SPD-Fraktionschef Martin Fischer attestierte dem Kulturring eine „hervorragende Arbeit“ und führte vor Augen, dass das Kulturangebot ein „wichtiger Standortfaktor für Anröchte“ sei. Der Sozialdemokrat bedauerte sogar die notwendigen Kürzungen der Gemeinde. Auch CDU-Fraktionschef Hans-Alfred Meinberg freute sich über die gute Kulturarbeit und sprach sich für den Vorschlag der Verwaltung aus. Also die Geschäftsführung weiterhin im Rathaus zu belassen und die Kürzung des gemeindlichen Zuschusses um 2.000 Euro. Weiterer Vorschlag, der Kulturring behält, als Einrichtung der Gemeinde, die Mietbefreiung für seine Veranstaltungen im Bürgerhaus.

Gute Arbeit ist gewährleistet

Gerade dies wird von anderen Vereinigungen und Organisationen kritisch gesehen; denn sie werden höher als bisher zur Kasse gebeten. Zum Beschlussvorschlag signalisierte auch Udo Schniedertöns (FDP) das klare Placed der Liberalen. Mehrheitlich beschlossen die Fraktionen von CDU, SPD, Grüne und FDP, dem Verwaltungsvorschlag zu folgen, da trotzdem weiterhin eine gute Kulturarbeit in der Gemeinde gewährleistet sei. - gö.

11.06.2012 20:19
Vorlesen
Werbung
Artikel kommentieren
Bitte geben Sie den Bestätigungscode ein:
neuen Code generieren
  Renate Künast, Berlin 15.06.2012 16:13:59
Grüne Kulturpolitik will die kulturelle Vielfalt und Infrastruktur bewahren und ausbauen. Kunst und Kultur sind eine öffentliche Aufgabe. Wir setzen uns für eine lebendige Kultur ein. Herr Goldammer ist wie der Name schon sagt kein Grüner.
Suche
Ticker
Lokal
Überregional
Videogalerie
17.04.2013
Großbaustelle Flughafen Paderborn-Lippstadt
1
Wetter
Kalenderblatt
Heute, 19.05.2013
20. Kalenderwoche
139. Tag des Jahres
Noch 226 Tage bis zum Jahresende
Sternzeichen: Stier
Namenstag: Dunstan, Ivo, Kuno, Pietro
Sonnenaufgang:
aa
Sonnenuntergang:
a
Mondaufgang:
b
Monduntergang:
c
Mondphase:
d
mehr
Zeitungsverlag Der Patriot GmbH • Hansastraße 2 • 59557 Lippstadt • Postfach 2350/2360 • Tel.: (02941) 201-00 • Fax (02941) 201-297