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Ortsteil-Serie

Lipperbruch: Kasernen-Gelände bietet viel Raum für Visionen

LIPPERBRUCH - Der Zorn ist bei Gunther Schmich noch längst nicht verraucht. Der Ärger über den Verriss seines Ortsteils durch ein Dortmunder Planungsbüro ist dem Ortsvorsteher von Lipperbruch auch jetzt noch deutlich anzumerken. Zu sehr haben ihn die schlechten Noten gekränkt, die Raumplaner Dr. Bonny Lippstadts jüngstem Stadtteil im Juni erteilt hat.„Das war bitter, was wir da zu hören gekriegt haben“, grämt sich der Ortsvorsteher von Lipperbruch noch jetzt beim Patriot-Gespräch. „Wir sind doch nicht der letzte Dreck“, fügt Gunther Schmich erbost hinzu. Mit allen verfügbaren Mitteln will sich der Ortsvorsteher jetzt dafür einsetzen, um das von den Planern im Revier ramponierte Image von Lipperbruch wieder aufzupolieren. Dabei möchte er auch das große Potenzial des ehemaligen Kasernengeländes herausstreichen.Er könne sich im Bereich der Lipperland-Kaserne sehr gut eine Fachhochschule vorstellen, erklärt der Ortsvorsteher, der selbst viele Jahre in der Kaserne gearbeitet hat. Lipperbruch liege äußerst verkehrsgünstig, betont Schmich, es sei nur wenige Minuten von der Lippstädter City entfernt und auch für auswärtige Studenten sei eine solche Fachhochschule über die B 55 leicht zu erreichen.Auch das von einem potenziellen Investor ins Spiel gebrachte Freizeitbad ist für Schmich auf dem Kasernengelände sehr gut machbar. Darum ist der Ortsvorsteher immer noch sehr erbost darüber, dass die Stadt diese Entwicklungschance für Lipperbruch nicht weiter ausgelotet hat. Den Einwand, dass die Stadtwerke ein Allwetterbad am Jahnplatz mitten im Zentrum favorisierten, will er nicht gelten lassen. „Wir liegen doch schließlich auch stadtnah. Man hätte diese Offerte zumindest öffentlich diskutieren müssen“, betont der Ortsvorsteher.Neben Fachhochschule und Allwetterbad sieht Gunther Schmich aber auch ganz praktische Entwicklungschancen auf dem Gelände der Bundeswehr. Ein beachtlicher Teil der 44 000 Quadratmeter großen Flächen solle für Gewerbeansiedlung genutzt werden, betont er. Ein besonderer Aktivposten sei da die Spedition, die seit geraumer zeit ihr Domizil in Lipperbruch gefunden hat. Neben neuen Betrieben wünscht sich der Ortsvorsteher auf dem Kasernengelände aber auch ein weiteres Wohngebiet. Die dafür bestimmte Fläche sollte allerdings größer ausfallen, als in der aktuellen Machbarkeitsstudie vorgesehen, meint Schmich. Im Gegensatz zu den Dortmunder Planern ist der Ortsvorsteher nämlich fest davon überzeugt, dass es sich in Lipperbruch sehr gut wohnen lässt.  hes-

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16.08.2008 00:00
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