Lohe: Dorfwettbewerb beschert Lohe positive Folgen
Überarbeitung des Flächennutzungsplans macht Hoffnung: Neue Baumöglichkeiten sollen die Einwohnerzahl bald wieder steigen lassen
LOHE - Die Überarbeitung des Flächennutzungsplanes hat den Bürgern in Lohe Hoffnung gemacht. Bald sollte im kleinsten Lippstädter Ortsteil im Südwesten des Stadtgebietes wieder das eine oder andere Häuschen gebaut werden. „Es sind eigentlich alle Voraussetzungen vorhanden“, zeigt sich Ortsvorsteher Hubert Diederich optimistisch. Denn eines gibt den Lohern zu denken: die Einwohnerzahl ist seit einiger Zeit rückläufig. Und genau das soll sich bald ändern, wünscht sich der Ortsvorsteher.1999 bekam Lohe eine Kanalisation, die seinerzeit als Voraussetzung genannt wurde, damit auch im kleinsten Lippstädter Ortsteil neu gebaut werden darf. Die Bedingungen sind erfüllt. Nur die Häuser sprießen nach wie vor nicht wie Pilze aus dem Boden. „Es gibt zwar einige Bauplätze im Bereich Breigarten und vor allem Baulücken zwischen den Häusern im Dorf. Aber die stehen meistens nicht zur Verfügung“, bedauerte der Ortsvorsteher. Die meisten Grundstücke würden mit Blick auf möglichen Eigenbedarf zurückgehalten, stellt Hubert Diederich heraus und betont zugleich, dass von Zeit zu Zeit immer wieder gebrauchte Immobilien ins Angebot kommen.Ansonsten sei im Dorf „alles in Ordnung“, versichert der Ortsvorsteher. Vier landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe prägen die Struktur in Lohe. Das Bördedorf sieht stets „fein gemacht“ aus. „Bei uns ist alles sehr gepflegt, vor allem die gut erhaltenen Fachwerkhäuser“, freut sich Hubert Diederich. Das sei nicht zuletzt die Folgewirkung der Teilnahme an den Wettbewerben „Unser Dorf soll schöner werden“, an dem sich Lohe mit Ausnahme des letzten Wettbewerbes schon oftmals beteiligt habe. „Es gibt im Ort insgesamt sieben Kilometer an Heckenpflanzungen“, schwärmt Diederich und macht zugleich auf den Grünflächenkreis unter der Regie seines Bruders aufmerksam. Dieser Grünflächenkreis habe sich in der letzten Zeit mit sechs bis zwölf Helfern immer vorbildlich für verschiedene Grünprojekte und Verschönerungsmaßnahmen im Ort eingesetzt.Dass es in Lohe seit über 30 Jahren keinen Laden und seit vielen Jahren auch keine Kneipe mehr gibt, sei eigentlich kein Problem, erklärt der Ortsvorsteher. Für den täglichen Bedarf gebe es Geschäfte in Eickelborn, und die Funktion einer Kneipe habe ersatzweise das Feuerwehrgerätehaus übernommen. Dort tagt nicht nur die Feuerwehr, dort finden auch Bürgerversammlungen statt. 2006 war dort ein „WM-Studio“ eingerichtet, und zur EM in diesem Jahr ein EM-Studio, in dem die Spiele auf Leinwand zu sehen waren. „Da waren immer 40 bis 60 Gäste im Feuerwehrgerätehaus“, so Diederich.Die St. Hubertus-Kapelle ist der optische Dorfmittelpunkt, doch das 1974 gebaute und 1984 erweiterte Feuerwehrgerätehaus hat diese Funktion in der Praxis längst übernommen. Der Schützenplatz ist ebenso angegliedert wie ein Bolzplatz und ein großzügiger Kinderspielplatz. wp