Ortsteil-Serie

Meiste: Für den Nachwuchs wird jede Menge getan

MEISTE  - Gemeinsam zum Schwimmen oder zum Bowling nach Hamm, zum Kegeln nach Effeln oder Drewer: Ausflüge, von den Erwachsenen per Pkw unterstützt, gehören zum gern wahrgenommenen Alltag. Allerdings fehlen auch einige Dinge. Beispielsweise wie vielerorts späte Busverbindungen, gerne auch in den Kreis Paderborn. „Wir sind hier voll abgeschnitten“, meint einer. Für die Jungs wäre eine Cross-Strecke eine tolle Sache und besonders die Mädchen wünschen sich einen Bäcker oder einen Kiosk im Ort.Die Meister sind für ihren Nachwuchs da: Für jüngere gibt es noch zwei weitere Gruppen, die sich regelmäßig im Pfarrheim treffen. Das vor genau zehn Jahren errichtete Gebäude ist (neben der Schützenhalle) wichtigster Treffpunkt zahlreicher Gruppen. Kinderkirche, Kommunion- und Firmvorbereitung, Sternsinger, Landfrauen, Gemeindecafé: Sie alle können sich im Gebäude neben der Ursula-Kirche (oder auf dem schmucken Platz davor) besser austauschen, als das einst im Keller des Kindergartens der Fall war.Trotzdem fehlt im Heim seit kurzem ein Raum: Seit das nahe gelegene Pfarrhaus in private Hände verkauft wurde, hat das Pfarrbüro seine Zelte hier aufgeschlagen. Johannes Schulte, Chef der Meister-Werke, hat spontan eine Lösung parat: Ein abschließbarer Büro-Schrank müsse her, er übernimmt auch die Anschaffung.Überhaupt ist die Firma mit über 620 Angestellten aus dem Dorfleben nicht wegzudenken. Dabei arbeiten gerade mal knapp 40 Einwohner beim größten Arbeitgeber der Region. „Ich wollte keinen aus Meiste, damit ich abends durch das Dorf gehen kann“, lacht Schulte. Seine Leute kommen aus einem Umkreis von 75 Kilometern: überwiegend aus Büren und Brilon. Die Akzeptanz der Firma ist hoch: „Die Umgehungsstraße ist das Beste“, sind sich die Teilnehmer des Patriot-Gesprächs einig. Der ausgebaute Wirtschaftsweg entlastet die Ortsdurchfahrt von den 120 Zulieferern pro Tag, überwiegend schwere Lkw. Erweiterungen der Firma seien kein Problem, Konflikte mit dem Dorf gebe es nicht, versichern alle. Darum sei der Bau eines 20 Meter hohen Hochregallagers mit 4000 Palettenstellplätzen im Süden der Firma leicht umzusetzen.„Das wichtigste an der Schützenhalle ist: Sie ist immer warm“, freut sich der erste Vorsitzende des Schützenvereins Arno Langer. Früher, als die Halle noch nicht per Fernwärmeleitung von der nahe gelegenen Firma MeisterWerke profitieren konnte, hatten nach den Proben für Karneval alle einen Schnupfen, weil es immer kalt war und man tagelang vor Veranstaltungen heizen musste. Neben allen großen Veranstaltungen wie Schützenfest und der Sitzung des Faschings-Clubs (150 Mitglieder) kommen gerne Gruppen in den großen Ferien vorbei und nutzen die Infrastruktur. Apropos Schützen: An das Kreisschützenfest im Jahr 2000 denken alle gern zurück. „Das war ein Höhepunkt für den Ort“, so Langer. Damals feierten alle Teilnehmer in einer neuen Werkhalle. Und schossen wegen strömenden Regens kurzerhand durch ein Fenster auf den Vogel.Gut zielen müssen auch die Tischtennisspieler des TTC. „Wir hatten schonmal elf Mannschaften und waren Westfalenmeister im Doppel. Eine gute Leistung für ein 400-Einwohner-Dorf“, erklärt Werner Oesterhoff. 150 Mitglieder auch aus dem Bereich Rüthen und Menzel hat man. Schwer ist es allerdings, die Talente zu halten: Viele junge Menschen gehen weg.In die Gaststätte Schlüter kommen alle gern und man ist froh, dass man sie hat. „Ist auch als Wahllokal angenehmer als das Feuerwehrhaus“, lacht Oesterhoff.Und wohin geht man zum Einkaufen? Zum shoppen fährt man ins nahe Büren. Dinge des täglichen Bedarfs allerdings werden in Rüthen besorgt, seit sich dort Edeka und Aldi angesiedelt haben.Wer unbedingt nach Meiste ziehen will, kann dies tun: Bauplätze gibt es noch. Der einstige Plan, zwei kleine Baugebiete am Meister Ring und zum Walde zu schaffen, scheiterten an der mangelnden Nachfrage. „Die Menschen ziehen nicht zu ihren Arbeitsplätzen“, weiß Oesterhoff.  n Nachwuchssorgen kennt der Ort Meiste eigentlich nicht. Während des Patriot-Gesprächs kommt eine Gruppe Teenager in die Gaststätte Schlüter gestiefelt. Und bereitwillig erzählt der Teenie-Treff, also die Jugendlichen ab dem 6. Schuljahr, was ihn mit dem Ort verbindet. Etwa 15 zählen sich zu dem lockeren Zusammenschluss unter der Ägide des Pfarrgemeinderats. fred

01.11.2008 00:00
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