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Overhagen: Gieseler macht Overhagen seit Jahren große Sorgen

OVERHAGEN  - „Wann bekommt Overhagen für die Gieseler endlich einen wirksamen Hochwasserschutz?“, um diese Frage drehen sich seit Jahren die Diskussionen in dem 1300-Seelen-Dorf westlich von Lippstadt. „Der Knackpunkt ist das Wehr, mit dem auch die Gräften der Wasserschlösser Overhagen und Herringhausen gespeist werden“, bringt Ortsvorsteher Hans-Joachim Kayser die Sache auf den Punkt. Es gelte, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Die Wasserversorgung der Schlösser sicherzustellen und wirksamen Hochwasserschutz für die am Glaseweg wohnenden Bürger von Overhagen zu erreichen.Das ist kein leichtes und vor allem, wie sich inzwischen herausgestellt hat, sehr langwieriges Vorhaben. Warum die Gieseler für Overhagen so „gefährlich“ ist, weiß der Ortsvorsteher ganz genau. „Der Fluss liegt in dem Bereich zu hoch. Nach starken Regenfällen schwappt er über, und das Wasser läuft über die Straße. Wenn man die Fahrbahn einen Meter höher legen könnte, wären alle Probleme gelöst“, so Hans-Joachim Kayser.Pläne zur Entschärfung des Hochwasserproblems gibt es inzwischen, versichert der Overhagener Ortsvorsteher. Aber nach so einigen geplatzten Zusagen stelle sich für Overhagen immer noch die Frage, wann die Schutzmaßnahmen endlich realisiert werden. „Wir hoffen bald, denn das müsste angesichts des finanziellen Aufwands von rund 200 000 Euro durchaus im Bereich des Machbaren liegen“, wünscht sich Kayser für dieses Jahr.Overhagen hat aber nicht nur den Hochwasserschutz an der Gieseler auf dem Wunschzettel, sondern noch ein weiteres Projekt, für das seit Jahren gekämpft wird. Es ist der Radweg zwischen Overhagen und Herringhausen. „Bis auf einen Grundstückseigentümer haben alle Beteiligten dem Bau des Radweges zugestimmt“, erklärt der Ortsvorsteher, der sich ebenso wie die Radweginitiative für den Bau des Weges entlang der L636 intensiv eingesetzt hat. Mit Unterstützung der Stadt, des Landesbetriebes Straßen NRW und nicht zuletzt der Radweginitiative könnte es eigentlich sofort losgehen. Doch alle Bemühungen sind bisher an den Grundstücksverhandlungen mit einem Eigentümer gescheitert, erläutert Hans-Joachim Kayser.Besonders geschätzt wird in Overhagen die Nähe zur Stadt. Einrichtungen wie kleinere Einkaufszentren, die in anderen Dörfern Mangelware sind und deshalb vielerorts vehement gefordert werden, brauche man nicht, so der Ortsvorsteher. Von großem Vorteil seien hier die kurzen Wege in den Lippstädter Süden, denn dort gibt es im Bereich der Lippeschule mittlerweile ein Einkaufszentrum, das für die Overhagener sogar fußläufig zu erreichen sei.Einige Negativ-Aspekte habe allerdings die stark befahrene Nepomuk-Straße zu „bieten“. Die Trasse sei nicht nur viel befahren und deshalb gefährlich, stellt Kayser heraus. Für Ärger sorge auch immer noch der Zebrastreifen an der Einmündung der Straße „Schloßpark“. Der Standort sei falsch gewählt, so Kayser. Er müsse 50 Meter weiter ortseinwärts positioniert sein.Bedauern äußert der Overhagener Ortsvorsteher auch darüber, dass die Sportplätze am Bahndamm nicht erweitert werden können. Angesichts der intensiven Nutzung durch zahlreiche Mannschaften vom Schüler bis zum Seniorenbereich sei eine Erweiterung der Sportflächen eigentlich erforderlich.   wp

03.01.2009 00:00
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