Ortsteil-Serie

Rixbeck: In der ehemaligen Schule pulsiert Rixbecker Leben

RIXBECK - Die Alpen und der runde Kirchturm - das sind die Wahrzeichen von Rixbeck. Und das sind auch die ersten beiden Schlagwörter, die Ortsvorsteherin Margret Vossebürger im Patriot-Gespräch in den Sinn kommen, wenn sie nach den Besonderheiten ihres Heimatdorfes gefragt wird. Besonderheiten, so findet sie, hat der 1136 gegründete Ort auch ideeler Natur, nämlich im Dorfleben zu bieten. „Besonders wichtig sind uns die Zusammengehörigkeit und das Vereinsleben.“Jeder Einwohner in dem 1166-Seelen-Dorf wird automatisch Mitglied im 1976 gegründeten Bürgerring. Mitgliedsbeiträge gibt es nicht. Dafür aber seit 30 Jahren einen jährlichen Wandertag, der zahlreiche Rixbecker und immer auch einige Auswärtige in die heimische Feldflur lockt. Auf diese Weise sammelt der Bürgerring Spenden für den Erhalt des Freizeitzentrums, der ehemaligen Schule, im Schatten der Kirche.Die Schule, etwa zur gleichen Zeit entstanden wie die Kirche, nämlich als Rixbeck Anfang der 1920er Jahre erstmals die 400-Einwohner-Marke überschritt, wurde in den 60er Jahren noch einmal angebaut. Heute ist das Gebäude für die Rixbecker eine wichtige Begegnungsstätte. Die unterschiedlichsten Grupppen wie Senioren- und Jugendgruppen, Mutter-Kind-Kurse, Tai-Chi oder Rückengymnastik nutzen das Freizeitzentrum als Treffpunkt und Trainingsraum. „Es wird schon schwierig, noch einen freien Termin zu finden“, sagt Margret Vossebürger.Zusammenhalt wird auch in den Vereinen groß geschrieben. Für die anstehenden Jubiläen - die Freiwillige Feuerwehr feiert in diesem Jahr ihr 75-jähriges, der Schützenverein feiert 2010 sein 150-jähriges Bestehen -, deren Vorbereitungen schon jetzt laufen, packen alle kräftig mit an.Und die Rixbecker haben eine äußerst kreative Ader. Zwei Ausstellungen von Rixbecker Hobbykünstler gab es bislang mit rund 20 Beteiligten. „Es ist irre, was da zusammengekommen ist“, lobt Margret Vossebürger den Ideenreichtum ihrer Mitbürger.Die Ortsvorsteherin weiß vor allem auch die Mischung aus Stadt und Land zu schätzen. Obwohl sie gleichzeitig die Kehrseite der unmittelbaren Stadtnähe bedauert. In Rixbeck selbst sieht es mit der Nahversorgung nämlich ziemlich karg aus. Immerhin touren einige Bäcker- und Milchmannwagen regelmäßig durch den Ort. Trotzdem: „Für den Lebensmitteleinkauf müssen die Rixbecker immer fahren“, sagt sie. Selbst einen Tante-Emma-Laden im Alpendorf anzusiedeln, sieht sie wegen der guten Versorgung vor allem in Lippstadt als chancenlos. „Die Mehrheit ist eben unabhängig, selbst mobil“, sagt Margret Vossebürger. Gerade für die ältere Generation sei das aber manchmal schwierig. Zumal auch die Busverbindungen abgespeckt wurden.Und gerade ältere Semester hat Rixbeck zahlreich aufzuweisen. „Wir sind von der Altersstruktur eines der ältesten Ortsteile in Lippstadt“, sagt Margret Vossebürger. 418 Menschen zwischen 40 und 64 Jahren und 257 über 65-Jährige leben dort. Der demografische Wandel wird diese Struktur wohl noch weiter nach oben verschieben. Auch deshalb sieht die Ortsvorsteherin nur schlechte Chancen, für neues Bauland. „Ich würde gerne ein kleineres Baugebiet ausweisen, aber entweder spricht bei freien Flächen der Naturschutz dagegen oder die Eigentümer wollen ihr Land nicht verkaufen“, sagt sie.Bedarf sieht die Ortsvorsteherin jedoch schon. Immerhin besticht das Dorf nicht nur durch Stadtnähe, sondern auch durch eine gute Anbindung an die Bundesstraße 55, so dass die Wege aus dem ländlichen Idyll kurz sind.   jul

04.04.2009 00:00
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