Ortsteil-Serie

Robringhausen: „Unser Ort ist das Stiefkind der Gemeinde“

ROBRINGHAUSEN -  „Es ist doch eigentlich das Schöne in Robringhausen, dass wir alles selber machen. Da können wir doch stolz drauf sein!“ Das war einer von vielen Sätzen, die jetzt im Gespräch der Robringhauser Bürger mit den Patriot-Redakteure Michael Görge und Axel Schwade fielen. Rund 20 Frauen und Männer hatten den Weg in die Alte Schule gefunden - und sie hatten nicht nur Positives zu berichten.„Robringhausen ist doch das Stiefkind von Anröchte“, hielt ein Einheimischer mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg. Die Gemeinde, so sein Credo, tue nicht genug für den kleinen Ort. Besondres übel stößt offenbar vielen Bürgern auf, dass sie für die Leitungen der neuen Biogas-Anlage (siehe oben) jährlich Straßen-Querungsgebühren an die Gemeinde abführen sollen. „Da tut man was für die Umwelt, und dann muss man noch dafür zahlen“, kommentierte ein frustrierter Bürger die zusätzliche finanzielle Belastung. Dass sie wie einer der großen Versorgungsträger behandelt werden sollen, blieb für viele nicht nachvollziehbar. Das auch vor dem Hintergrund, dass die Robringhauser vieles in Eigenleistung erreichen würden - so wurden zuletzt etwa von dem Erlös eines Bolzplatzfestes oder des Ein-Euro-Trödelmarktes neue Spielgeräte für einen Spielplatz angeschafft. Schützenhilfe leistete aber auch die Gemeinde Anröchte, betonte Ortsvorsteher Rudi Sommer und fügte an, dass der Bauhof auch regelmäßige Sicherheitskontrollen vornehme.Für heftige Kritik sorgte auch die, so der Eindruck, mangelnde Pflege einiger Flächen sowie der Bushaltestelle durch die Gemeinde. Das laufe zum Beispiel in Erwitter Orten viel engagierter durch den jeweiligen Bauhof. Allerdings griff an dieser Stelle auch Ortsvorsteher Rudi Sommer ein und erinnerte daran, dass sich die Dorfgemeinschaft selbst zur Pflege einiger Flächen (etwa dem Parkplatz an der Kirche) verpflichtet hätten.„In den kleinen Orten läuft das eben in Eigeninitiative. Wenn ich mich nicht engagieren will, kann ich in die Stadt ziehen“, hielt ein Diskussionsteilnehmer zudem trocken fest.Ein weiterer Wunsch war die Errichtung einer Straßenlampe am Kirchweg („Kein Dorf ist so dunkel wie Robringhausen!“), wobei die Kosten gleich als Gegenargument dienten. Auch die Verkehrssicherheit kam zur Sprache. Da sie, was zum Beispiel den Einblick an Straßeneinmündungen angeht, wohl nicht nur die Gemeinde, sondern auch das Land gefordert.Leidige Erkenntnis des kleinen Ortes auf der Haar: Die Verkehrsdichte ist zu gering, um mit Nachdruck und mit Wirkung argumentieren zu können. Was die Wirtschaftswege angeht, sei trotz Kritik klar, dass die Gemeinde auf ihren 175 Kilometern Strecke bei gegebenen Ressourcen nicht jeden Strauch schneiden und jedes Schlagloch flicken könne.   axs

Link zur Seite

23.08.2008 00:00
Drucken Vorlesen Senden


Das Kommentieren dieses Artikels ist nach der Portal-Anmeldung möglich. Nicht angemeldete Leser können uns ihre Meinung gerne per E-Mail, Facebook oder auf postalischem Weg mitteilen.
Anzeige
Suche
Lokal
Überregional
Eingeloggt sieht man mehr
Wenn Sie sämtliche Artikel einsehen möchten, loggen Sie sich bitte ein.
Prospekte
Patriot Aktionen
Frage des Tages
Die Herbstwoche Lippstadt ist vorbei. Was hat Ihnen besonders gefallen?
Jetzt abstimmen
Ergebnis
Umfragen-Archiv
Fotogalerien-Archiv
Kalenderblatt
Heute, 23.10.2017
43. Kalenderwoche
296. Tag des Jahres
Noch 69 Tage bis zum Jahresende
Sternzeichen: Waage
Namenstag: Jakobus, Johannes, Oda, Severin
Sonnenaufgang:
aa
Sonnenuntergang:
a
Mondaufgang:
b
Monduntergang:
c
Mondphase:
d
mehr
Zeitungsverlag Der Patriot GmbH • Hansastraße 2 • 59557 Lippstadt • Postfach 2350/2360 • Tel.: (02941) 201-00 • Fax (02941) 201-297