RÜTHEN

Rüthen: Flüchtlinge verletzen Polizist

Rüthen    In der Flüchtlingsunterkunft an der Schneringer Straße ist es in der Nacht zu Mittwoch erneut zu Ausschreitungen gekommen. Davon berichtet die Polizei. Demnach haben zwei Algerier im Streit mit dem Sicherheitsdienst und der Polizei einen Polizisten so schwer verletzt, dass ein Arzt die vorläufige Dienstunfähigkeit bescheinigen musste.

Angefangen habe es damit, dass ein 30-jähriger Algerier – ein Bewohner der Unterkunft, wie Polizeisprecher Frank Meiske auf Nachfrage bestätigte – einen Mitarbeiter des Sozialdienstes beleidigt hatte. Daraufhin wurde die Polizei gerufen. Die Beamten seien gegen Mitternacht an der Unterkunft eingetroffen. Als sie die Daten für die Anzeige aufnehmen wollten und dem renitenten 30-Jährigen einen Platzverweis aussprachen, kam es zu Widerstandshandlungen, so die Mitteilung der Polizei. Mit dem Platzverweis ist gemeint, dass sich der 30-Jährige aus einem bestimmten Bereich entfernen sollte, um die Situation zu befrieden, klärt Frank Meiske auf. „Das hat er allerdings abgelehnt. Er hat offenbar den Streit gesucht – mit den entsprechenden Konsequenzen“, sagte Meiske.

Ein 24-jähriger Landsmann des Algeriers habe sich daraufhin eingemischt, auf Security-Mitarbeiter eingeschlagen und -getreten. Beide Flüchtlinge hat die Polizei in Gewahrsam genommen. Durch die heftige Gegenwehr wurde der Polizist verletzt. Gegen die beiden Männer wurden Anzeigen wegen Beleidigung, Körperverletzung und Widerstand gegen Polizeibeamte gefertigt.

Außerdem, so Meiske im Gespräch mit unserer Zeitung, sei dem 30-Jährigen, der offenbar unter Alkoholeinfluss stand, eine Blutprobe entnommen worden. Die beiden Flüchtlinge wurden bereits Mittwochmorgen aus dem Polizeigewahrsam entlassen – für alles Weitere ist die Bezirksregierung Arnsberg zuständig.

Auf Nachfrage erklärte deren Sprecher Christoph Söbbeler, dass man derlei Ausschreitungen nie ausschließen könne. Noch in der vergangenen Woche hatte ein Mitarbeiter der Bezirksregierung vor Ort erklärt, dass es seit dem Betreiberwechsel zu keinen größeren Vorfällen mehr gekommen sei (wir berichteten). „Wir sind froh, dass das über lange Zeit so geblieben ist“, so Söbbeler. Über die Ursache des Vorfalls wollte er nichts sagen, das sei Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.

Die beiden Streithähne werden nun allerdings in andere Unterkünfte verlegt – und zwar unterschiedliche. Söbbeler: „Das ist die übliche Praxis, um Konflikte zu vermeiden.“ Welche Unterkünfte das sein werden, wollte Söbbeler nicht preisgeben: „Sie sollen so die Chance für einen Neuanfang bekommen.“

Die Security-Mitarbeiter, auf welche die beiden Flüchtlinge nach Polizeiangaben eingeschlagen hatten, seien „nach unserem Kenntnisstand nicht verletzt worden“.    bis

12.07.2017 19:06
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