ANRÖCHTE

Schnippeln statt dribbeln

ANRÖCHTE - Bewaffnet mit Kochlöffel und Suppenkelle traten 16 furchtlose Männer eine Mission an. Sie verließen ihr gewohntes Terrain, um eine neue Aufgabe in Angriff zu nehmen. Die mutigen Männer wagten den Selbstversuch: Statt geschossen, geschleudert und gedribbelt wird jetzt umgerührt, geschnippelt und angebraten.

Dem Geschlechterkampf trotzend standen an zwei Abenden 16 Männer der Anröchter Sportgruppe „Jedermänner“ hinter dem Herd in der Lehrküche der Realschule Anröchte und kochen was das Zeug hält. Das Motiv der Schürze gaukelt zwar den größtenteils nicht vorhandenen Waschbrettbauch vor und die Kochmütze wird von der Weihnachtsmütze abgelöst, doch in der Küche scheinen die gestandenen Männer in ihrem Element zu sein. Geradezu virtuos schwingen sie den Kochlöffel und haben sichtlich Spaß an der neuen Erfahrung. Die Anröchter Sportgruppe um Übungsleiter Michael Thulfaut traf sich jüngst bereits zum zweiten Mal zu ihrer etwas anderen Übungsstunde. Sie tragen dabei Schürzen statt Trikots und Sporthosen. Geleitet wird der ungewöhnliche Kochkursus von Mary de Schepper von der Volkshochschule Anröchte.

Die Frage, was denn bei Männern im Kurs anders sei als bei Frauen beantwortet sie schmunzelnd: „Erst einmal bringen sich die Männer ihren eigenen Wein mit. Bei den Frauen gibt es meistens nur Wasser.“ Außerdem würde viel mehr mit Fleisch gekocht, denn „das brauchen Männer nun mal“. Es sei mit Männern halt „anders, aber auch schön“. Mary de Schepper sucht die Rezepte aus, die die Männer dann in Zweiergruppen zubereiten. Hilfestellung gibt sie natürlich auch gerne, beispielsweise wenn es um die Definierung von Sternanis geht, der gerne mal mit Nelken verwechselt wird.

Im Verlauf von zwei Abenden durften sich die angehenden Meisterköche unter anderem an einem zünftigen Hirschgulasch und gebratenen Weihnachtskugeln aus Hackfleisch versuchen. Die Rezepte dafür sind aber keineswegs nur für Anfänger: Neben weihnachtlichen Gerichten wie Bratapfelmarmelade und Spekulatius-Tiramisu zauberten die Männer auch eine leichte Senfsuppe und Kassler mit scharfer Kirschmarmelade auf den Tisch. Die Idee zum ungewöhnlichen Terrainwechsel hatte übrigens Übungsleiter Michael Thulfaut, der einfach mal ein wenig Abwechslung in den Sportalltag der Truppe bringen wollte.

Spaß auch beim gemeinsamen Essen

Das kommt bei den „Jedermännern“ sehr gut an, denn die haben nicht nur Spaß am Kochen, sondern freuen sich hinterher umso mehr auf das gemeinsame Essen: „Das Selbstgekochte hinterher gemeinsam zu essen, ist das Schönste“, gibt Christian Borgschulte zu.

Zu guter Letzt ist wunderbar festzuhalten: Die Männer haben ihre Aufgabe mit Bravour gemeistert und ihre kulinarische Mission erfüllt! - rae

16.12.2011 17:21
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