ANRÖCHTE - „Wer ist hier der Schlaumeier?“ - eine Frage, die sich der Anröchter Hundepsychologe Thomas Riepe mitunter fast täglich stellt. Dabei richten sich seine Blicke nicht allein nur auf die Vierbeiner, sondern auch auf Frauchen und Herrchen. Von seiner Berufung her gesehen, fungiert Riepe als „Vermittler, wenn es zwischen Hunden und Menschen Probleme gibt!“
Dabei bleibt es nicht aus, wie der Anröchter im Gespräch mit unserer Zeitung beschrieb, dass es immer wieder Begebenheiten gibt, die teilweise amüsant, manchmal aber auch traurig und nachdenklich stimmen. Mitunter besitzen die Erlebnisse von Thomas Riepe auch eine gewisse Skurrilität.
Exakt darauf basiert der Inhalt seines nunmehr sechsten Buches, das in diesen Tagen unter dem Titel „Wer ist hier der Schlaumeier? - Skurrile Geschichten von Hunden und ihren Menschen“ erschienen ist.
Thomas Riepe erzählt aus seiner täglichen Praxis als Hundepsychologe. Dies außerordentlich humorvoll und auch mal gekonnt überzeichnet. Trotz des wunderbaren Unterhaltungswerts, der sich aus den Geschichten im wahrsten Sinne des Wortes „erlesen“ lässt, vermittelt der Autor, dessen Name auch für eine Vielzahl von Fachpublikationen steht, gute Ratschläge, nachvollziehbare Tipps und viele verständliche Hinweise für die praktische Hundeerziehung. Dabei lässt Riepe, wie er selbst betont, auch die ernsten Fragestellungen nie aus dem Blickfeld. Recht hat der Anröchter, wenn er seine neueste Lektüre als „Infotainment“ charakterisiert; nie lässt er den nötigen Anspruch vermissen.
Die verschiedenen Geschichten, die wahrhaft das „Leben schrieb“, tragen u.a. folgende Titel: „Wer ist hier der Boss?“, „Der Jäger von Soest“, „Der tut nix“ oder „Karl-Otto hat Probleme mit den Ohren“. Zum Einstieg in das Buch heißt es „Maske aus Glas“. Diese Geschichte erzählt, kurz gefasst, von einer Dame, die dem Hundepsychologen berichtete, dass ihre Englische Bulldogge aggressiv auf sie reagiere. Es stellte sich heraus, dass die Geschäftsfrau aus Marketinggründen, eine riesige Sonnenbrille trug. Versteckt hinter diesem „Glasmonster“, wie auf Seite 13 zu lesen ist, begegnete die Geschäftsfrau ihrer Bulldogge, die als guter Begleithund gilt. Im Verlauf des Gesprächs mit Frauchen fand Riepe den Grund für die Aggressivität des Hundes. Der Vierbeiner erkannte schlichtweg die Dame nicht mehr, wenn die riesige Brille auf der Nase prangte. Mehr sei nicht verraten . . .
Erschienen ist „Wer ist hier der Schlaumeier?“ von Thomas Riepe im Mariprosa Verlag in Berlin - ISBN: 978-3-927708-62-4.