GESEKE

Spuk am Geseker Hellweg

Geseke - Das rot geklinkerte Fachwerkhaus am Geseker Hellweg hat eine bewegte Geschichte. Anfang des 17. Jahrhunderts sorgt hier die Familie Gerstenberg für einen Skandal: Tochter Bettlin brennt mit Salomon Levy, einem jüdischen Bankierssohn, durch. Nicht ganz 200 Jahre später ist das Haus wieder Stadtgespräch. In den Räumen soll es spuken, behaupten die neuen Besitzer.

Mit „Die Schwestern Marchand“ kehrt Charlotte Schroeter an den Hellweg 10 zurück. Nach das „Gerstenberg-Haus“ erscheint am 1. Dezember bereits ihr zweiter historischer Roman. Dieses Mal geht es um die Familie Marchand, die nach der Französischen Revolution aus ihrer Heimat flüchten muss. Nachdem sie eine Weile durch Westfalen geirrt ist, findet sie 1806 in Geseke ein neues Zuhause: das ehemalige Gerstenberg-Haus.

Der Frieden am Hellweg währt jedoch nicht lange. Mysteriöse Ereignisse versetzen die Marchands in Angst und Schrecken. Ohne ersichtlichen Grund weht plötzlich ein kalter Hauch durch die Zimmer. Ein anderes Mal schlägt die Wanduhr 13. Sind es die Geister der Gerstenbergs, die keine Ruhe finden? Oder handelt es sich bei dem Spuk um eine inszenierte Intrige? Diesen Fragen gehen die Protagonisten in „Die Schwestern Marchand“ nach.

Eigentlich sollte der Roman eine völlig neue Geschichte, losgelöst von den Gerstenbergs, erzählen. „Die Familie ist den Lesern aber ans Herz gewachsen“, sagt Charlotte Schroeter. „Deswegen spielt sie auch im neuen Buch eine kleine Rolle.“

Die Ereignisse, von denen die Autorin erzählt, sind wie im ersten Roman rein fiktiv. Jedoch gibt es hier und da Parallelen zur wirklichen Stadtgeschichte. Die 25-Jährige schildert zum Beispiel, wie die Mädchenschule in der Düsteren Gasse gebaut wird. Außerdem kommen mit dem Stiftspfarrer Mollerus und dem Stadtförster Carl Sauer Personen vor, die tatsächlich im Geseke des 19. Jahrhunderts gelebt haben.

Inspirationen hat sich Charlotte Schroeter unter anderem in den Geseker Alben geholt. Bei der Recherche, ob und wie normale Menschen einen Spuk nachstellen können, half der schweizer Illusionist Christoph Borer. „Er hat auch Vincent Raven gecoacht“, erzählt die Autorin.

„Die Schwestern Marchand“ erscheint am 1. Dezember im Salzkottener Eire Verlag. Die ISBN-Nummer lautet 978-3-943380-28-6. Wer das Buch bis zum 30. November vorbestellt, bekommt es zum vergünstigten Preis. Weitere Infos gibt es per E-Mail unter

post@eire-verlag.de

17.11.2014 19:27
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Jürgen , Rastede 05.07.2016 17:34
Hallo ich bin begeistter Geo Cher und such nach Mysteriöse Orte, Gebeude oder begebenheiten in und um Rastede. Habe die Geschichte gelesen und finde das ist auf jeden Fall ein Cach wert. Würde mich freuen wenn ich noch etwas mehr Informationen von Ihnen bekommen könnte. MfG Jürgen Kolenda
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