LIPPSTADT - Im Dezember hatte Kämmerer Rainer Strotmeier noch vorsichtig von einer „schwarzen Null“ gesprochen, als er auf die erfreulich gute Entwicklung der Haushaltslage zu sprechen kam. Jetzt zeichnet sich ab, dass das Jahresergebnis 2011 noch besser ist als in der verhalten optimistischen Prognose des Kämmerers und dass die Kommune im letzten Jahr sogar einen Millionen-Überschuss erzielt hat.
Manfred Strieth, Leiter des Fachbereichs Jugend, Schule und Soziales, sprach in dieser Woche sowohl im Schul- als auch im Jugendhilfeausschuss von einem Überschuss von 2,3 Millionen Euro im Jahr 2011, als er auf die Haushaltslage der Stadt einging.
Allerdings basiert diese Zahl auf einer Prognose von Ende Oktober, wie es gestern aus der Kämmerei hieß. Der Überschuss werde vermutlich geringer ausfallen, sagte Matthias Hauschild mit Blick auf die noch nicht abgeschlossene Jahresrechnung. Ob die Stadt dann mit einer, anderthalb oder zwei Millionen im Plus liegt, konnte er nicht sagen. „Wir schließen Mitte Februar die Bücher, der Jahresabschluss wird vermutlich im April vorliegen.“
Fest steht aber, dass die Steuern 2011 deutlich kräftiger sprudelten als kalkuliert. 14 Mio. Euro mehr als geplant nahm die Stadt ein. Bei der Gewerbesteuer flossen 30,5 Mio. Euro, der Kämmerer hatte mit 18,7 Mio. Euro gerechnet. Und bei der Einkommenssteuer gab’s nicht 20,3, sondern 22,2 Mio. Euro. - hei