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Steinhausen: Endlich weniger Lärm

STEINHAUSEN - Dass die Steinhäuser geduldige Menschen sind, kann wohl niemand mehr abstreiten. Fast 40 Jahre mussten sie warten. Ein Gutachten folgte dem nächsten, bis im September des vergangenen Jahres endlich der Spatenstich erfolgte. Jetzt nimmt sie allmählich Form an, die lang ersehnte, neun Mio. Euro teure Umgehungsstraße, die den Ortskern beruhigen und vom lästigen Verkehr befreien soll.Mit der Fertigstellung des Kreisverkehrs am Kapellenberg - er garantiert zukünftig den Anschluss an die Landstraße 776 (Flughafenzubringer) - endet in diesen Tagen bereits der erste Bauabschnitt. Heinz Kirse, in Steinhausen lebender Mitarbeiter des zuständigen Landesbetriebes Straßenbau NRW, berichtete im Gespräch mit unserer Zeitung sogleich über den weiteren Baufahrplan. So soll schon im Mai der Bau der Brücke über die Osterschledde starten. Kirse rechnet mit der Fertigstellung in gut zwölf Monaten. 2010 sollen dann parallel dazu Brücken über die östlich der Ortslage verlaufenden Wirtschaftswege errichtet werden, bevor 2011 der endgültige Straßenbau und letztlich der Anschluss an die Landstraße 549 und somit die Autobahn durch den Bau eines Kreisverkehrs an der Stadtgrenze zu Geseke erfolgt. „Endlich können wir dann nachts mal wieder ruhiger schlafen“, freut sich Manfred Lenniger, der als Anlieger der Ortsdurchfahrt zurzeit noch rund 7500 Fahrzeuge täglich an sich vorbeirauschen sieht. Letztlich, so die Hoffnung der Anwohner, werde durch die Umgehung auch die Sicherheit für Kinder und Senioren erhöht.Einen kleinen Wermutstropfen findet so mancher Steinhäuser aber doch beim Gedanken an die neue Verkehrsachse. „Die Tankstellen, Lebensmittelläden und Bäckereien an der Hauptstraße werden es bestimmt zu spüren bekommen“, befürchten die Bürger, für die aber in der Mehrzahl die Vorfreude auf weniger Verkehr, Schadstoffe und Lärm überwiegt. Hoffnung auf weniger Lärm machen sich die Dorfbewohner auch durch den jüngst erfolgten Planfeststellungsbeschluss, der am heimischen Airport nicht nur den Bau einer längeren Landebahn, sondern auch die gesetzliche Festlegung der Nachtflugbeschränkung und eine Reduzierung der Flugbewegungen in der Nacht-Kernzeit vorsieht.Den Steinhäusern als unmittelbaren Airport-Anrainern, vor allem auch den Mitgliedern der IG zum Schutz vor Fluglärm, liegt eine geregelte Nachtruhe, besonders in der Tiefschlafphase zwischen Mitternacht und fünf Uhr am Herzen. „Wir stehen zu unserem Flughafen, werden die Entwicklungen aber weiter kritisch beobachten, damit wir den Wohnwert in unserem Dorf erhalten“, stellte Ortsvorsteher Johannes Dirks deshalb klar.   df

18.04.2009 00:00
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