SPORT

SuS-Kicker verballern Chancen wie am Fließband

Lippstadt   Es läuft die 93. Spielminute, als SuS Bad Westernkottens Trainer Mark Meinhardt seine Wasserflasche mit Wucht auf den Boden donnert. Grund für diesen kleinen Wutanfall: Benedikt Heppe und Matthäus Jedrzejczyk waren gerade zu zweit auf den gegnerischen Keeper zugelaufen, doch anstatt dass Heppe auf seinen Sturmkollegen ablegt, versucht es der Angreifer selbst und scheitert. Beim Stand von 2:1 für den SuS hätte das die Entscheidung sein können. So allerdings gab es das böse Erwachen für die Kurort-Kicker: Der VfL Holsen erzielte im Gegenzug den 2:2-Ausgleich. Auch für RW Mastholte lief es bei der 0:2-Heimniederlage nicht rund, während der SuS Westenholz beim 2:2 in Peckeloh Moral zeigte.

Landesliga 1

SuS Bad Westernkotten - VfL Holsen 2:2 (2:1)

Ein Remis, das sich wie eine Niederlage für den SuS anfühlt. Dabei ging es so gut los für die Gelb-Schwarzen, die nach fünf Minuten bereits mit zwei Toren führten. Erst hatte Jedrzejczyk einen Abstimmungsfehler in der Holsener Abwehr ausgenutzt (3.), dann hatte Heppe mit einer Körpertäuschung geschickt den Holsener Keeper ausgespielt und zum 2:0 eingeschoben (5.). Marc Polder hätte nach 20 Minuten sogar auf 3:0 erhöhen können, doch der Mittelfeldmann schoss das Leder anstatt ins leere Tor, an den linken Pfosten. Vom Aufsteiger aus Holsen war in der ersten Hälfte fast gar nichts zu sehen – bis auf die Standards. So fiel auch der Anschlusstreffer kurz vor der Pause. SuS-Keeper Koch schrie nach dem langen Ball zwar „Hier“, übersah aber den VfL-Stürmer Wüllner, der seinen Kopf an den Ball brachte und Koch ins leere fausten ließ (43.) – 1:2.

Nach der Pause ging es allerdings weiter wie bisher. Die Hausherren machten das Spiel, Holsen beschränkte sich auf lange Einwürfe und Standards. Die Chancenauswertung des SuS brachte allerdings nicht nur die knapp 100 Zuschauer am Zehnthof zur Weißglut, sondern auch Coach Meinhardt, der beste Möglichkeiten am Fließband sah, die seine Schützlinge einfach liegen ließen. So kam es wie es kommen musste und dem VfL gelang in letzter Sekunde noch der 2:2-Ausgleich – zum Entsetzen der Kurort-Kicker.

RW Mastholte - SC Vlotho 0:2 (0:1)

RWM-Coach Dierk Meincke sah eigentlich einen guten Start seiner Mannschaft, die aber bereits nach neun Minuten in Rückstand geriet. Einen Ping-Pong-Ball verwertete Gästeangreifer Franz per Gewaltschuss zum 0:1. Roberto Fichera hätte anschließend gleich zweimal den schnellen Ausgleich erzielen können, behielt vor dem Kasten aber nicht die Nerven (17.). Auch Eickel hatte noch seine Gelegenheit (27.). Im Endeffekt machten es die Mastholter aber einfach zu kompliziert, trafen in der Offensive auch in der zweiten Hälfte permanent die falschen Entscheidungen, weswegen es wieder nicht für einen Dreier reichte. Als sie am Ende alles nach vorne warfen, erzielte der SCV zu allem Überfluss auch noch das 2:0 (90.+4).

SC Peckeloh - SuS Westenholz 2:2 (2:0)

Eine scheinbar verloren Partie riss der Aufsteiger in der Schlussphase noch aus dem Feuer. In der Anfangsphase waren die Gäste zunächst vor allem in der Defensive indisponiert und gerieten schnell durch einen Doppelpack von Shubani (9./12.) in Rückstand. Kurz vor der Pause registrierte SuS-Trainer Neuschäfer aber erste vielversprechende Aktionen von Gulba und Franz. Patrick Kosfeld hatte in einer 1:1-Situation ein Tor auf dem Fuß, scheiterte aber. Die Hausherren verwalteten die Partie nur noch, doch eine Gelb-Rote Karte bei einer Auswechselung, als der Peckeloher Spieler verzögerte, ließ die Partie kippen. Der eingewechselte Riemer legte auf und Patrick Kosfeld jr. köpfte zum 2:1 (73.) ein. Riemer selbst besorgte in der 90. Minute den 2:2-Endstand. In der Nachspielzeit wäre sogar noch das Siegtor für den SuS drin gewesen.    rae/uli

17.09.2017 20:20
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