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LIPPSTADT
Tierheim: Fünftes Jahr in Folge „Katzenschwemme“

LIPPSTADT - Im fünften Jahr in Folge herrscht im Lippstädter Tierheim eine regelrechte „Katzenschwemme“. Darauf macht der Tierschutzverein anlässlich des Welttierschutztages am morgigen Samstag aufmerksam. 165 Stubentiger befinden sich zurzeit - neben 18 Hunden und 37 Kleintieren - in der Obhut der Tierschützer. Und in den kommenden Wochen, wenn laut Tierschutz-Vorsitzendem Heinz-Dieter Leiper die „Herbstwelpen“ geboren werden, könnte die Zahl auch schnell auf 200 ansteigen und den Höchststand aus dem Jahr 2009 erreichen, befürchtet er.

Diese aus seiner Sicht sehr unerfreuliche Entwicklung nimmt der Vorsitzende des knapp 1100 Mitglieder zählenden Vereins zum Anlass, die Forderung nach einer flächendeckenden Kastrationspflicht für Kater und Katzen im Einzugsgebiet des Lippstädter Tierheims zu bekräftigen. „Das Thema brennt den Helferinnen und Helfern auf der Seele“, sagt Leiper.

Lediglich in zwei der neun Kommunen, für die der Tierschutzverein Lippstadt zuständig ist, gebe es eine solche Kastrationspflicht: In Lippstadt und Büren dürfen nicht-kastrierte Katzen nicht mehr frei herumlaufen. Grenzenlos ist Mikeschs Freiheit dagegen noch in Anröchte, Erwitte, Geseke, Lippetal, Rüthen, Wadersloh und Warstein. „Die anderen Städte und Gemeinden sträuben sich“, sagt Leiper im Patriot-Gespräch.

Natürlich ist auch ihm bewusst, dass es „dauert, bis die Kastrationspflicht greift“ und die Zahl der abgegebenen bzw. gefundenen Stubentiger sinken dürfte. Schließlich lässt sich die Regelung nicht gerade leicht kontrollieren.

So hat es in Lippstadt, wo die Neuregelung im Dezember 2010 in Kraft trat, vier Fälle gegeben, in denen das Ordnungsamt von Nachbarn auf freilaufende, nicht kastrierte Katzen aufmerksam gemacht wurde. Bußgelder gegen die Tierbesitzer wurden aber nicht verhängt, so Sprecherin Johanna Haneke. Die Bürger hätten die Vierbeiner nach Aufforderung durch die Stadt kastrieren lassen.

Ungeachtet mangelnder Kontrollmöglichkeiten setzt der Tierschutz-Vorsitzende Heinz-Dieter Leiper darauf, dass bei manchem Katzenfreund mit einem von der Stadt ausgesprochenen Verbot ein Umdenken einsetzt und der Gang zum Tierarzt beschritten wird.

Der Besuch beim Veterinär ist - verglichen mit den im Tierheim anfallenden Pflegekosten - geradezu günstig. Eine Kastration koste bei einem Kater 50 bis 60 Euro, bei einer Katze knapp 100 Euro, so Leiper. Dagegen schlägt die Pflege jedes Stubentigers, der im Tierheim aufgenommen wird, mit etwa zehn Euro am Tag zu Buche.

Die vom Veterinäramt festgelegte Aufnahmekapazität von 90 Katzen im Tierheim ist zurzeit einmal mehr deutlich überschritten. Das sei, weil andere Räume für die Stubentiger freigeräumt wurden, zwar „kurzfristig machbar, ist aber kein Dauerzustand“, so Leiper. Gegenwärtig warten 110 Katzen im Asyl am Margaretenweg auf ein neues Zuhause; hinzu kommen 55 weitere in privaten Pflegestellen des Tierheims. Für Abgabekatzen gibt’s einen Aufnahmestopp. - hei

22.09.2011 17:47
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  , 23.09.2011 08:14:06
Wir wollten uns Anfang Mai eine Katze aus dem Tierheim holen, unsere Alte war leider überfahren worden. Wir hatten uns gedacht im Tierheim sind soviele Katzen, machen wir dort eine Katze glücklich. Da unsere alte Katze sehr scheu war, wollten wir jetzt eine Schmusekatze haben. Schnell hatten wir eine ausgesucht, nur leider konnten wir diese nicht haben. Wir hatten mehrere Katzen die wir gerne genommen hätten, nur man hat sie uns alle nicht gegeben. Wahrheitsgemäß haben wir geantwortet wo die Katze leben wird. Nachts sollte sie in einem ehemaligen Stall übernachten . Tagsüber dürfte sie mit rein, und Freigang sollte sie auch haben. Die Schmusekatzen waren alles nur Hauskatzen, man hat uns keine gegeben. Wenn bei einer Kontrolle dies nicht so wäre würden sie uns die Katze wieder weg nehmen. Kontolle muss sein, aber Katzen ohne Freigang ?
  grautvornix , 24.09.2011 09:36:04
Warum führt man keine Katzensteuer ein? Warum gibt es in den städtischen Gebieten noch immer freilaufende, nicht-kastrierte Stubentiger? Katzen, die auf einem Hof die Nagetiere in Schach halten, sind ja nicht das Problem. das Problem sind die Unmengen dieser Haustiere, die in den Städten leben und sich munter vermehren. Sie gefährden den Bestand der Singvögel, verschmutzen Spielplätze und Gärten, jeder Sandkasten wird zum Katzenklo. Naive Tierfreunde füttern die Katzen auch noch - ein Leben im Schlaraffenland. Jeder HUndebesitzer muss Steuern zahlen und die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners beseitigen. Bei HUnden einer entsprechenden Größe/bzw. eines bestimmten Gewichtes müssen noch weitere Auflagen erfüllt werden. Katzen dürfen in großer Anzahl gehalten werden. Niemand prüft hier die Umstände der Haltung oder die Sachkenntnis der Besitzer. Warum ist es erlaubt, dass Menschen mehrere Katzen auf engstem Raum halten? Warum dürfen diese Katzenscharen eigentlich zur Brutzeit der Singvögel herumstreifen? Ein Hund, der einen alten Hasen reißt, wildert - eiine Katze, die junge Vögel tötet nicht. Die Logik dahinter verstehe ich nicht. Jeder kleine Fifi muss in den Städten an die Leine, die Stubentiger haben Freigang. Eine Katzensteuer würde die Anzahl der gehaltenen Katzen drastisch senken und ene Kontrolle der Haltungsumstände ermöglichen. Außerdem wäre ein Beschränkung der Katzenanzahl sinnvoll.
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