Uelde: Anschluss an Gasnetz und
an die Datenautobahn
RWE lotet in diesen Wochen in Uelde das Interesse der Haushalte aus. Stromkabel sollen schon in Kürze im Erdreich verschwinden
Uelde - „Wird in Uelde demnächst auch mit Erdgas geheizt?“ Ob diese Frage mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet wird, stellt sich in der nächsten Zukunft heraus. Im Konkreten: Das Energieunternehmen RWE Westfalen-Weser-Ems AG unterbreitete in der jüngsten Bürgerversammlung, die Ortsvorsteher Herbert Ferdinand veranstaltete, den Ueldern das Angebot, ihr Dorf ans Gasnetz anzuschließen. Voraussetzung dafür ist, dass ein entsprechendes Interesse vorhanden ist, das die geplante RWE-Investition auf eine wirtschaftliche Basis stellt.
Nach ersten umfassenden Informationen, die den interessierten Ueldern gegeben wurden, wird ein Mitarbeiter der RWE nun im Dorf die einzelnen Haushalte persönlich ansprechen, um konkret zu erfahren, ob ein Gasanschluss jetzt oder eventuell zu einem späteren Zeitpunkt erwünscht ist.
Ausgespart werden soll zunächst die Straße „Zum Hölzchen“. Dies begründet sich darin, dass dort ausschließlich Neubauten stehen, die über moderne Ölheizungsanlagen verfügen. Die Leitung, durch die das Gas nach Uelde strömen soll, wird aus Richtung Waldhausen verlegt. Innerhalb des Dorfes soll die Versorgungsleitung eine Länge von 1750 Meter messen.
Die RWE hofft in Uelde auf das gewünschte Interesse. So erinnerte Dietmar Winterstein vom Flächenvertrieb der RWE daran, dass vor einigen Jahren in Mellrich zunächst recht verhalten auf den Anschluss an das Gasnetz reagiert wurde, dann aber plötzlich die Nachfrage rasch stieg. Der Grundpreis für einen Hausanschluss wurde mit 1 654 Euro beziffert. Noch ein Projekt rückte die RWE für den Ort in den Fokus: Der Energieversorger denkt daran, die bisherigen Freileitungen in dem Dorf abzurüsten und die Stromkabel im Erdreich verlaufen zu lassen. Dabei kommen die Haushalte dann in den Genuss eines merklich leistungsstärkeren Stromanschlusses, der dann bis zur Hausverteilung kostenfrei verlegt wird; für etwaige Arbeiten im Innenbereich muss dann extra ins Portmonee gegriffen werden. Im Zuge der Verlegung der neuen Erdkabel wird die bisherige Turmstation aufgegeben. Dafür wird dann in der Ortsmitte im Bereich der Böschung der Straße „Zum Hölzchen“ eine neue Trafostation, die keine Geräusche produziert, wie von den RWE-Vertretern versichert, eingerichtet.
Noch ein Zukunftsprojekt beschäftigt die Uelder. Dabei geht’s um den Anschluss an das DSL-Richtfunknetz. Dies könnte in Uelde durch die Firma Paracom passieren, deren Funklösung seit mehr als einem Jahr Altenmellrich mit der Datenautobahn verbindet. Dies zur Zufriedenheit der Nutzer, wie CDU-Ratsmitglied Mattias Bürger in der Versammlung berichtete. Mit Blick auf das Thema DSL-Funknetz soll in nächster Zukunft eine spezielle Informationsveranstaltung stattfinden. - gö.