Kreis Soest - Allein bei der Soester Kreisverwaltung absolvieren zurzeit 17 junge Leute ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), um sich in sozialen Bereichen zu engagieren und Zeit - etwa zwischen Abitur und Studium - sinnvoll zu überbrücken. „Neue Bewerber sind uns stets willkommen“, unterstreicht Pressesprecher Wilhelm Müschenborn. Ab Sommer biete der Kreis jungen Menschen auch Gelegenheit, praktisch im Umweltschutz zu arbeiten, denn seit Ende 2011 sei die Behörde auch offizielle Einsatzstelle für das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ).
Personen, die den Bundesfreiwilligendienst (BFD) absolvierten, arbeiteten (noch) nicht in Einrichtungen der Kreisverwaltung. Der Sprecher will aber nicht ausschließen, dass auch so genannte „Bufdis“ demnächst hier tätig werden könnten. Während sich FSJ und FÖJ an junge Leute von 16 bis 27 Jahren richten, steht der Bundesfreiwilligendienst, eine Folgeeinrichtung des früheren Zivildienstes, allen Altersgruppen offen.
Die 17 Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahres - Träger ist der DRK-Kreisverband Unna - werden beim Kreis an unterschiedlichen Stellen eingesetzt. Sie sind an Förderschulen, in der Heilpädagogischen Kindertageseinrichtung „Zwergenland“ des Kreises im Soester Ortsteil Katrop und im Rettungsdienst tätig.
Im Heilpädagogischen Kindergarten arbeiten zwei FSJler, vier unterstützen die Don-Bosco-Schule in Bad Waldliesborn, Förderschule des Kreises mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung, fünf die Bodelschwingh-Schule in Soest mit dem gleichen Förderschwerpunkt, ein FSJler ist an der Peter-Härtling-Schule in Werl, Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung, eingesetzt.
Jeweils ein Absolvent des Freiwilligen Sozialen Jahres erwirbt fundierte Kenntnisse im Rettungsdienst, und zwar an den Rettungswachen in Soest, Werl, Geseke, Warstein und Erwitte.
Zum 1. August wird der Kreis in der Abteilung Umwelt jetzt zwei Jugendliche im Freiwilligen Ökologischen Jahr einstellen. Die Betreuung von Naturschutzgebieten, die Beseitigung von Fischwanderhindernissen in Gewässern, die Pflege von Gehölzen, das Aufstellen und Überwachen von Krötenschutzzäunen oder das Verfassen kleiner Infoschriften, diese und weitere Tätigkeiten gehörten zu ihren Aufgaben, listet Pressesprecher Mü-schenborn auf. Einen besonderen Schwerpunkt stelle zudem die Öffentlichkeitsarbeit dar. Hier könnten die jungen Mitarbeiter auf Zeit zum Beispiel Exkursionen organisieren und durchführen.
Um Berücksichtigung im Bildungsjahr 2012/2013 könne man sich praktisch ab sofort bemühen, wirbt der Kreis-Pressesprecher. Infos über das FÖJ erhalten interessierte junge Leute bei Annette Kühlmann, Tel. (0 29 21) 30 22 13, und Philipp Büngeler, Tel. (0 29 21) 30 22 12. Informationen zum FSJ gibt es bei Christin Thiemann, Tel. (0 29 21) 30 22 89. - khg