Ortsteil-Serie

Verne: Ein Dorf voller Schätze

VERNE - Im Mai ist in Verne immer ganz besonders viel los. Kein Wunder. Zieht das aus dem 13. Jahrhundert stammende Gnadenbild der Mutter Gottes „Trösterin der Betrübten“, das Herzstück des Wallfahrtsortes und gleichzeitig das älteste Stück der Kirchenausstattung, in dem Marienmonat besonders viele Pilger an. Die Verner Burg, das Brünneken und Schäfermeiers Mühle - für einen 2474 Einwohner zählenden Ort hat Verne schon einige kleine, aber feine Sehenswürdigkeiten zu bieten. Klar, dass die Verner auch zu allen alten Gemäuern kleine Anekdoten und Legenden zu erzählen haben. Die Geschichte von Mariens Erscheinung am Brünneken ist das A und O für den Wallfahrtsort. Aber auch Schäfermeiers Mühle, die nach Boke raus am Mühlendamm liegt, ist von einiger, wenn auch weltlicher Bedeutung. Um 1836 wurde der Grundstein gelegt, erzählt Ortsheimatpfleger Helmut Schulte. Im November 1899 wurde dort eine Stromanlage installiert und siehe da: Am Heiligabend im gleichen Jahr brannten die ersten 17 Lampen in der Verner Wallfahrtskirche. Mittlerweile hat sich der Ölmühlenverein Salzkotten der alten Mühle angenommen und kümmert sich dank Geldern der Stadt Salzkotten um die dringend notwendige Renovierung.Vor einem Jahr haben die Verner den 400. Geburtstag ihrer Verner Burg gefeiert - „in einem tollen Ambiente“, wie Ortsvorsteher Lothar Mäcker betont. Auch an den betagten Gemäuern sind einige Arbeiten nötig, um die Burg in Schuss zu halten. Das hat sich der Kreis Paderborn bereits auf die Fahnen geschrieben. Die nächste Jubiläumsfeier steht den Vernern auch schon ins Haus: In zwei Jahren steht das große 975-Jahr-Fest des Ortes an. Dann sollen richtig die Korken knallen. Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus und so beschäftigen sich die zahlreichen Vereine bereits jetzt mit den ersten Vorbereitungen.Vielleicht steht bis dahin auch endlich das lang ersehnte Pilger- und Begegnungszentrum, auf das die Verner in Ermangelung eines Bürgerhauses oder einer Schützenhalle seit 15 Jahren hinarbeiten. Ebenso lange gab es aber auch den Widerstand einiger Anwohner, die unzumutbare Lärmbelästigungen befürchteten. Jetzt hat das Verwaltungsgericht Minden den Weg fürs Pilger- und Begegnungszentrum freigemacht. Zwar gebe es einige Einschränkungen, wie Mäcker einräumt, aber dem Begegnungszentrum, das an der Marienstraße, Ecke Sundern für die zahlreichen Verner Vereine entstehen soll, steht nun nichts mehr im Weg.In die Kritik des Ortsvorstehers gerät allerdings die Hauptstraße, die den Salzkottener Ortsteil quasi in zwei Hälften teilt. „Aus heutiger Sicht fehlt an der Hauptstraße ein Radweg“, sagt er - und spricht damit auch einigen Vernern aus der Seele. Wünschenswert sei ein durchgehender Radweg von Salzkotten nach Lippstadt. Mit einer Verbindung in die Sälzerstadt würden sich die Verner jedoch schon zufrieden geben. „Es gibt zwar einen Mehrzweckstreifen, aber der ist natürlich nichts gegen einen Radweg“, sagt Mäcker. Die Planungskosten seien jüngst genehmigt worden. Vielleicht wird sich dann auch dieser Wunsch bald erfüllen, hofft Mäcker.   jul

03.10.2009 00:00
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