LIPPSTADT - Sie bezeichnen sich selbst nicht etwa als Kammermusikensemble, sondern als „klassische Band“: Die Gruppe Spark hält nicht viel von traditionellen Genregrenzen, die von konservativeren Musikfreunden immer noch zelebrierte Unterscheidung zwischen „E“ und „U“ entlockt ihr vermutlich nur ein müdes Lächeln. Passenderweise wurden Spark im vergangenen Jahr mit dem „Echo Klassik“ in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“ ausgezeichnet. Darüber hinaus ist die Gruppe Preisträger beim Wettbewerb „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.
Am Sonntag, 12. Februar, präsentieren Andrea Ritter und Daniel Koschitzki (Blockflöten), Stefan Glaus (Violine, Viola), Victor Plumettaz (Violoncello) und Jutta Rieping (Klavier) ihr Programm „Downtown Illusions — Citry Life in Music“ auf der Lippstädter Studiobühne.
Spark habe sich innerhalb kürzester Zeit vom exotischen Geheimtipp zu einem der vielversprechendsten Klassik-Acts der jungen Generation entwickelt, heißt es in der Vorankündigung des Städtischen Musikvereins. Für „Downtown Illusions“ müsse man kein Kenner klassischer Werke sein. Das Programm mache das Großstadtleben zum experimentellen Klangereignis. Dabei mischen Spark fröhlich bekannte Meisterwerke, Avantgarde, Minimal Music, pulsierenden Rhythmen und Filmmusik. Mit der Energie und dem Biss einer Rockband werde da beispielsweise ein braver Vivaldi derart auf Sturm gebürstet, dass er sich bruchlos ins 21. Jahrhundert einfüge, so die Vorankündigung. „Vivaldi war ein Punk seiner Zeit“, meint Flötistin Andrea Ritter. „Wir verbinden diese Klangsprache mit zeitgenössischen Elementen. Kammermusik wird damit zu einer Musik, an die auch junge Leute emotional andocken können.“
Das Konzert beginnt um 19 Uhr. Karten sind in der Kulturinformation im Rathaus, Telefon: (0 29 41) 5 85 11, bei den bekannten auswärtigen Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse erhältlich.