ERWITTE

Wenn das Publikum ein Teil der Show wird...

Erwitte - „Gestern noch im Fernsehen, heute hier“, kündigte Gaby Kennepohl den Komiker und Liedermacher El Mago Masin an, der mit seinem neuen Programm „Endstation Zierfischzucht“ am Freitagabend in Erwitte zu sehen und vor allem zu hören war. Für mich, „die von der Presse“, war es zwar der erste, aber sicherlich nicht der letzte Kabarett-Besuch. Ein Erfahrungsbericht.

Wer wie ich am Valtentinstag kein Date hatte, musste nicht etwa einsame Tränen vergießen, sondern sollte sich diese lieber für den Abend mit dem Komiker „El Mago Masin“ aufsparen. Denn bei ihm lachte das Erwitter Publikum Tränen. Der Meister des witzigen Wortes, der dichterischen Künste und des fetzigen Gitarrenspiels erwies sich am Freitagabend auf der Kleinkunstbühne im Hotel Büker als empfehlenswerter Geheimtipp.

Gaby Kennpohl, die erste Vorsitzende des Kulturrings Erwitte, der in Kooperation mit dem Kulturbüro OWL den Kabarret-Abend als Comedy-Highlight in der Veranstaltungsreihe präsentierte, begrüßte das erwartungsvolle Publikum und freute sich darauf, sich „bezaubern“ zu lassen. In seinen Liedern über verrückte Rollenwechsel, kuriose Lebenssituationen und philosophische Lebensfragen balancierte der Künstler stets auf einem schmalen Grad zwischen Illusion und Wirklichkeit. Denn, Hand aufs Herz, ich war nicht die einzige, die bei dem anfänglichen Video zumindest für einen Moment glaubte, der „langhaarige Bombenleger“ säße wirklich in dem kleinen Zirkuszelt, das auf der Bühne stand, oder?

Bei El Mago Masin wurde auch das Publikum zum Teil der Show (was ich später an eigenem Leib erfahren sollte). So fand er in Uwe einen wahren Technik-Freund. Begeistert half dieser beim Abbauen der Leinwand und erwies sich im Verlaufe des Abends als richtige Rampensau. Doch Uwe war nicht der einzige Gast, der dran glauben musste. So ließ sich der Komiker kurzehand von Jürgen und Rita adoptieren, fand seine Reisebekannte von der AIDA-Fahrt wieder und entdeckte ein „Gesangstalent“ in der ersten Reihe. Und natürlich blieb auch die Presse nicht verschont. Denn nachdem der Humorist mir zuerst die perfekte Fotogelegenheit auf dem Silbertablett servierte und damit ganz nebenbei noch einen Auftritt auf der Bühne sicherte, sang an diesem Valentinstag doch noch ein Mann ein Lied für mich. Auch wenn es nicht unbedingt der Traum jeder Frau ist, als eine Männer in Kirschkernkissen verwandelnde Öko-Fanatikerin besungen zu werden...

Mit derlei Kuriositäten wurden die Gäste in eine Welt entführt, in der von transparenten Transparenten bis zu „Tupperkulose“ alles möglich ist. Nicht zu vergessen: Die Ode an die Bratwurst. Also sei’s drum: Es war schließlich jeder heillos verloren in der skurril verrückten Welt von „Endstation Zierfischzucht“. - hb

17.02.2014 19:00
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