Wer war eigentlich Thomas Valentin? In der nach ihm benannten Lippstädter Stadtbücherei informiert eine Vitrine im Hochparterre mit wechselnden Exponaten über Leben und Werk des Schrifstellers. Regelmäßig bestückt wird sie von der Thomas-Valentin-Gesellschaft. Die will auch verschiedene Valentin-Fotos zusammenstellen, die künftig im Lesecafé der Bücherei präsentiert werden sollen. Doch reicht das? Nein, findet Wilhelm Börskens. Der CDU-Politiker monierte am Dienstag im Schul- und Kulturausschuss, dass es nicht schon im Eingangsbereich Hinweise auf den Namenspatron gebe. Dies sei nicht zuletzt im Hinblick auf auswärtige Besucher wichtig, denen der Name Thomas Valentin vielleicht nichts sage. Zurzeit müssten die erst „ein paar Stiegen“ hinaufgehen, um zu der Vitrine zu gelangen. Die Verwaltung und die Stadtbücherei nahmen die Anregung gleich auf. Gestern prüften Fachdienstleiter Wolfgang Streblow und die stellvertretende Büchereileiterin Marion Berlinghoff, ob die Vitrine auch im Eingangsbereich Platz finden könnte. Vor der Umgestaltung soll allerdings die Thomas-Valentin-Gesellschaft um ihr Einverständnis gebeten werden. Das Büchereiteam hat außerdem angeregt, nach Abschluss der Bauarbeiten im Innenhof nach zusätzlichen Möglichkeiten zu suchen, auf den Namensgeber aufmerksam zu machen. Wie viele auswärtige Besucher bislang tatsächlich frustriert auf der Suche nach Informationen über Thomas Valentin durch die Stadtbücherei geirrt sind, ist bislang freilich ungeklärt. - bal / Foto: Krumat