Garten

Winter ist Stress für Blumen
LIPPSTADT - Gerade Zimmerpflanzen bedürfen im Winter besonderer Pflege, so Patriot-Gartenexperte Josef Dahlhoff. Während eine Raumtemperatur von 22 bis 23 Grad Celsius für uns Menschen angenehm ist, stellt sie für einige unserer Zierpflanzen eine sehr schwierige Zeit dar. Sie sind nicht nur durch falsche Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Lichtmangel geschwächt, sondern werden auch noch von Krankheiten und Schädlingen befallen.Damit man die Zimmerpflanzen gut durch den Winter bringt, hier einige Tipps und Tricks: Eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 50 % ist für die meisten Gewächse äußerst belastend. Mit einem Hygrometer lässt sich der Wert schnell ermitteln. Optimal wären ca. 70 bis 80 %. Mit Hilfe von mit Wasser gefüllten Verdunstern am Heizkörper oder elektrischen Luftbefeuchtern kann man sich schnell helfen.Ebenso kann man die Töpfe auf mit Blähton gefüllte Schalen stellen. Dahlhoffs Tipp: Die Schale nur so weit mit Wasser auffüllen, dass die oberen Tonkügelchen noch trocken sind. Steht nun die Pflanze auf dem Blähton, ist die Luftfeuchtigkeit genau da, wo man sie braucht. Natürlich muss das Wasser im Untersetzer ständig aufgefüllt werden.An trüben Tagen, also nicht nur von Dezember bis Februar, ist das Licht im Zimmer nicht mehr ausreichend. Lange, hellgrüne Triebe sind deutliche Anzeichen. Im schlimmsten Fall werden sogar Blätter abgeworfen. Weihnachtsdekorationen oder Vorhänge können beiseite gezogen werden, um die Lichtverhältnisse zu verbessern. Reicht das nicht aus, kann Zusatzlicht gegeben werden.Handelsübliche Glühbirnen geben nach Dahlhoffs Erfahrung ein Farbspektrum ab, welches die Pflanzen nur schwer verwerten können. Sein Tipp: Normale Leuchtstoffröhren haben für die Pflanzen eine gute Lichtausbeute, die zum Überbrücken des Winters gut geeignet sind. Circa acht bis zehn Stunden sollten die Leuchtstoffröhren den Tag heller machen.Die Wasserversorgung ist gerade im Winter eine schwierige Aufgabe. Grundsätzlich sollte man erst dann gießen, wenn sich das Substrat in den oberen Zentimetern trocken anfühlt. Das kann dann auch schon mal bis zu 14 Tage dauern, bis dieser Zustand erreicht wird. Dann kann aber kräftig und durchdringend gegossen werden. Ganz wichtig ist, dass das überschüssige Wasser aus dem Untersetzer oder Übertopf abgeschüttet wird. Wird das nicht gemacht, sind starke Wurzelschäden zu erwarten. Das Düngen kann von Oktober bis Februar ganz eingestellt werden, so Josef Dahlhoff. Bei sehr wertvollen Pflanzen sollte ein Gärtnermeister vor Ort um Rat gefragt werden.Versteckt sitzende Schädlinge schädigen geschwächte Pflanzen sehr schnell und stark. Durch eine Optimierung der Pflege kann dem entgegengewirkt werden. Beim Lüften der Räume werden die Pflanzen durch starke Zugluft arg strapaziert. Ein Pappstreifen, der vor den Pflanzen platziert wird, hilft vor Unterkühlung. Marmorfensterbänke nehmen oft die Kälte der Außenwände auf und geben die Kälte über die Erde an die Pflanze weiter. Kork oder Holzuntersetzter helfen, dass die Pflanze keinen Schaden nimmt. Verstaubte Blätter sollten mit einem weichem Tuch abgewischt oder mit lauwarmen Wasser in der Dusche abgespült werden. Dahlhoffs Tipp: Den Topf in eine Kunststofftüte stellen und diese über dem Erdreich verschließen, damit die Erde beim Säubern nicht allzu nass wird. Auf die gereinigten und getrockneten Blätter kann Blattglanzspray gesprüht werden. Es verleiht den Pflanzen einen seidigen Schimmer und wirkt außerdem vorbeugend gegen Schädlinge. Abgestandenes Mineralwasser ist als geheimes Stärkungsmittel nur wenig bekannt.Zimmerpflanzen sollten regelmäßig auf Schädlinge kontrolliert werden. Dahlhoff: „Wer seine Pflanzen verwöhnen möchte, kann ihnen Stärkungsmittel wie Zinnkrauttee, der in der Apotheke erhältlich ist, verabreichen. Die Lösung stärkt das Pflanzengewebe und die Pflanzen sind weniger anfällig für Pilze und Schädlinge.“Wenn, so Dahlhoff, diese Tipps beherzigt werden, dürften die Zimmerpflanzen gut die schwierige Jahreszeit überstehen.
22.11.2008 00:00
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