ERWITTE

„Wollt Ihr noch einen Cocker?“

Erwitte - An dieser Stelle ist es Zeit, um mit einem bösartigen Gerücht aufzuräumen: Die Bürgersteige im Hellwegstädtchen werden nicht mit Anbruch der Dunkelheit hochgeklappt. Ganz im Gegenteil - in Erwitte steppt der Bär, bebt die Börde, hier geht die Post in Tüten ab! Das 6. Amateur Kneipenfestival des Kulturrings Erwitte sorgte jedenfalls am Freitag für Hochbetrieb in Erwittes Gassen und Hochkonjunktur bei der heimischen Wirtschaft.

In acht verschiedenen Lokalitäten spielten neun Amateurbands aus der Region. Was Yvonne Holzfuß vom Kulturring Erwitte zu einem fröhlichen Statement veranlasst: „Eine Lokalität mussten wir doppelt belegen. Ganz klar - wir haben nicht genug Kneipen in Erwitte!“

Doch rappelvoll sind sie alle. Längst hat sich die Qualität des alljährlich stattfindenden Events herum gesprochen. „Wir sind mit unserem Kegelclub aus Anröchte angereist. Die Grenzen sind heute offen“, hat ein Frauentrüppchen mächtig Spaß in den Backen und tanzt sich zum Sound der Band „Time BanditZ“ in der Festhalle so richtig schön warm. „You can leave your hat on“, röhrt der Sänger ins Mikro. Gut, der Hut bleibt an. Aber dem Publikum zieht es vor Begeisterung bald die Schuhe aus. Auf die Frage der Band „Wollt ihr noch einen Cocker?“, gibt es daher auch nur eine Antwort: Ein klares Ja!

Eine zugereiste Truppe aus Lippstadt kommt dagegen in der Pause ins Grübeln: Wohin als nächstes? Zum satten Akustik-Sound von „Anderersaits“ in der Marx Wirtschaft, ab in die Börde, um bei „Round Fifty“ zu rocken oder lieber zunächst zum Posthof? Denn da spielt „Sonic Turf“ Rock Cover Songs. „Voll ist es jetzt überall“, ist man sich angesichts der beschlagenen Kneipenfenster sicher. Daher gibt ein anderes Argument den Ausschlag: „Ins Hotel Büker zur Grey Men Group. Da spielt mein Arzt den Bass“. Na, wenn das keine Beweggründe sind...

Also ab durch die Mitte in Erwittes Mitte. Der Hotelsaal ist rappelvoll, die Stimmung bestens. Das ändert sich auch nicht, als zu späterer Stunde mit den „Spastelruther Katzen“ weitere Lokalmatadoren die Bühne betreten. Mittlerweile sind durch den Genuss des einen oder anderen Kaltgetränks so manch müde Knochen putzmunter geworden.

Sänger Tobias fordert dazu auf, das Tanzbein zu schwingen. Keine schlechte Idee. Wird prompt gemacht. Allerdings wagt sich an den berühmten „Todessprung“ aus „Dirty Dancing“ niemand heran. Egal! Es fühlt sich heute auch ohne Sprung an wie „The Time of my Life“. Wie schon erwähnt: die Börde bebt. Und die Bürgersteige werden erst im Morgengrauen hochgeklappt. - co

02.02.2014 18:46
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