LIPPSTADT

Am Stadthaus-Neubau scheiden sich die Geister

Von Eckhard Heienbrok

Lippstadt    Es ist das mit deutlichem Abstand gewaltigste Investitionsvorhaben der Stadt in den letzten Jahrzehnten: der Stadthaus-Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs. Eine Chance für die frühere Bahnbrache, sicherlich. Aber auch eine Last, die künftige Generationen schultern müssen. An dem Projekt scheiden sich die Geister. Das wird auch in den Reaktionen deutlich, mit denen sich Patriot-Leser in der Debatte zu Wort melden.

Allerdings ist deren Zahl durchaus überschaubar – was verwundern mag angesichts der Bedeutung dieser Baumaßnahme für die Stadt. Ein Anzeichen für allgemeine Polit-Lethargie? Oder ein Indiz dafür, dass die Bürger überzeugt sind, dass der Drops schon gelutscht ist, nachdem der Rat bereits vor über zwei Jahren einen Grundsatzbeschluss pro Stadthaus-Neubau getroffen hat?

Wie dem auch sei. Der Baubeschluss – oder eben die Entscheidung, nicht zu bauen – soll am Montag, 25. September, im Stadtrat fallen.

Dieses Verfahren aber wird von einigen Lesern in Frage gestellt. Warum nicht zuvor die Bürger befragen oder, wie Burkhard Rüther schreibt, sie selbst über das Millionen-Projekt entscheiden lassen?

Es sind vor allem die horrenden Kosten, die kritisiert werden. So spricht Ulrich Kieren, ehemaliges SPD-Kreistagsmitglied, von einer „untragbaren Last für kommende Generationen“.

Darüber hinaus wird der Zusatznutzen bezweifelt. Und dass die Dienststellen der Verwaltung nicht zentral untergebracht, sondern ums Stadthaus herum verteilt sind, damit hat offenbar auch nicht jeder Lippstädter ein Problem.

Aber es gibt auch positive Stimmen, die den Neubau als geeignete Nutzung des brachliegenden Güterbahnhof-Geländes betrachten. Zudem sei es richtig, das derzeitige Zinstief zu nutzen. Das Stadthaus sei ein „Plattenbau“, moniert etwa Josef Hesse – ganz anders als Johannes Schriewer, der den Neubau als „Protzbunker“ bezeichnet, mit dem sich die Verantwortlichen „ein Denkmal setzen“ wollten.  

Die Redaktionen der Patriot-Leser fassen wir in der Samstagsausgabe auf einer Sonderseite zusammen.

08.09.2017 15:09
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