SPORT

Nervenkrieg in Tengern

Lippstadt    Einen wahren Pokalkrimi lieferte sich der SV Lippstadt gestern Abend mit dem Landesligisten TuS Tengern in der zweiten Runde des Westfalenpokals. Nach einem 0:2-Rückstand zur Pause kam die Fröhlich-Elf furios zurück und besiegte den TuS am Ende mit 4:3.

Krombacher Westfalenpokal

2. Runde

TuS Tengern - SV Lippstadt 3:4 (2:0)

Die Partie ging für den Favoriten vom Bruchbaum denkbar schlecht los: Nach sieben Minuten erzielten die Gastgeber das 1:0. TuS-Stürmer Richard Urban hatte SV-Keeper Westergerling aus 18 Metern überwunden. Dieser Angriff lief über die linke Abwehrseite des SV, auf der gestern Abend Kevin Holz auftauchte. Letzterer war mit der Situation überfordert, was die Gastgeber im Laufe der ersten Halbzeit als Schwachstelle des Oberligisten ausmachten.

Im Gegenzug zum 0:1 erzielte Puhl das 1:1, das der Schiedsrichter allerdings aufgrund einer vermeintlichen Abseitsposition nicht anerkannte (9.). Und es kam noch bunter für die Gäste, denn auch der Treffer von Robin Hoffmann (22.) zählte nicht. Dieses Mal eine klare Fehlentscheidung, denn das Zuspiel für den SV-Stürmer resultierte aus einem Einwurf – und nach dem gibt es bekanntlich kein Abseits.

Jetzt waren die Lippstädter richtig sauer, kamen aber bis auf Halbchancen von Hoffmann (30.) und Holz (37.) nicht gefährlich vor das TuS-Tor. Der freche Landesligist wusste seine Chancen besser zu nutzen und erzielte kurz vor der Pause das 2:0 durch Gerfen, der den Ball nach einem Freistoß aus fünf Metern über die Linie drückte (42.).

Mit Wut im Bauch kehrte die Fröhlich-Elf zurück aus der Kabine. Rund zehn Minuten nach Wiederanpfiff traf Kapitän Lübbers per Foulelfmeter (verursacht an Sven Köhler) zum 1:2-Anschluss. Der gerade erst eingewechselte Maiella (66.) und Kevin Holz (68.) setzten kurz darauf noch einen drauf und drehten die Partie zur 3:2-Führung für die Gäste. Maiella erhöhte in der 77. Minute auf 4:2 und brachte damit die Vorentscheidung in diesem hektischen Pokalspiel. Zwar machte es der TuS anschließend noch mal spannend und erzielte das 3:4 (90.), doch nach drei langen Minuten Nachspielzeit erlöste der Unparteiische die SVer.

Trainer Stefan Fröhlich war am Ende nur noch erleichtert: „Am Sonntag wurde uns noch vorgeworfen, dass wir nicht kämpfen können. Heute haben wir das Gegenteil bewiesen. Hinten raus haben wir auch verdient gewonnen.“    rae

SV: Westergerling - Langesberg, Lübbers, Joswig, Sven Köhler, Nils Köhler (89. Beimann), Holz, Serrone (46. Kaldewey), Hoffmann, Puhl, Todte (61. Maiella)

13.09.2017 21:40
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