GESEKE

Nur dank Not-OP überlebt

Büren  -  Am 22. März wurde in Büren ein Notruf abgesetzt: In der Notunterkunft in der Schumannstraße gebe es einen Schwerverletzten, hieß es. Ein 20-Jähriger hatte in der Nierenregion einen Messerstich erlitten. Der junge Mann überlebte nur dank einer Notoperation.

Jetzt wird der Fall vor dem Schwurgericht in Paderborn verhandelt. Dem mutmaßlichen Täter, einem 27-Jährigen, wirft die Staatsanwaltschaft versuchten Totschlag vor. Kein einfacher Fall. Denn die Hintergründe liegen keineswegs klar auf der Hand und die Zeugen haben unterschiedliche Wahrnehmungen.

Laut Anklage hatten sich der 27-Jährige und sein Begleiter, ein 32-Jähriger, an diesem Tag Zugang zu einem der Zimmer der Unterbringung verschafft und dort Sachen gestohlen, die einem an diesem Tag abwesenden Bewohner gehörten. „Dort sah es aus, wie auf einer Müllhalde“, sagte der 32-Jährige, dem die Anklage Diebstahl vorwirft. Schließlich sei damals die Unterkunft kurz vor der Schließung und nur noch von wenigen Männern bewohnt gewesen. Da hätten sie gedacht, dass die Gegenstände, die in einem Zimmer herumlagen, weggeworfen werden sollten.

Als die beiden Männer mit zusammengeraffter Kleidung und einem Receiver das Haus verließen, trafen sie auf den 20-Jährigen und dessen Cousin. Recht schnell kam es erst nur zu einer verbalen, dann zu einer körperlichen Auseinandersetzung, in deren Verlauf dann auch ein Messer gezückt wurde.

Dass es dabei zu Stichen kam, von denen einer den jungen Mann in Lebensgefahr brachte, steht mittlerweile fest. Das hat nämlich der 27-Jährige schon direkt nach Verhandlungsbeginn zugegeben. „Ich bin der Grund dafür, dass er verletzt wurde, ich hatte das Messer in der Hand“, erklärte er. Aber an das mehrfache Zustechen, bei dem der 20-Jährige schwer verletzt wurde und dessen Cousin am Kopf mehrere Schnittwunden erlitt, kann er sich nicht erinnern.

Der Angeklagte berichtete aber, kurz vor dem Stich mit dem 20-Jährigen gestritten und diesen geschlagen zu haben. Der Jüngere handele mit Drogen und deshalb gebe es in der Unterbringung, in der er lebe, immer wieder Ärger. Denn dort tauche der 20-Jährige oft auf. „Dort gibt es keine Ordnung“, sagte der Angeklagte. Das Gericht, will am kommenden Dienstag weiter verhandeln.  -

09.09.2017 19:30
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