Auch in der Natur gibt es Regeln
von Birte Schönhense am 15. Mai 2020 17:19 Uhr Kinder

Rüthen – Zu Hause kann einem im Moment schon mal die Decke auf den Kopf fallen – jedenfalls im sprichwörtlichen Sinn. Da ist es ganz verständlich, wenn die Leute raus in die Natur wollen. Draußen gibt es auch genug Platz, um Abstand zu halten. Das ist schließlich in der Corona-Zeit ein wichtiges Gebot. Doch auch draußen muss man sich an Regeln halten, und zwar nicht nur wegen Corona. Patriot-Redakteurin Birte Schönhense hat sich mal umgehört, was so alles schief laufen kann.

Viele Ausflügler, auch von weiter weg, lockt es im Moment zu den Wanderwegen und Attraktionen in und um Rüthen. Während sich die meisten Spaziergänger sehr rücksichtsvoll verhalten, bringen einige auch Gefahren für Natur und Wild.

Müll entsorgen

Das ist jawohl klar: Müll wird nicht in die Natur geworfen. Das weiß doch jeder! Leider nicht. Immer wieder werden Dosen oder Flaschen einfach in den Wald geworfen. Das kann für die Tiere aber gefährlich werden. Ranger Klaus-Dieter Hötte nennt ein besonders schlimmes Beispiel von Unachtsamkeit: Eine Fantaflasche wurde offen und mit einem Rest an Flüssigkeit auf einem Baumstumpf abgelegt. Eine Spitzmaus krabbelte hinein. Durch ihr Gewicht richtete sich die Flasche auf, die Maus war in der Flasche gefangen und starb elendig. An Dosen oder Glas können sich auch größere Säugetiere verletzen.

Hunde an die Leine

Besonders Hundebesitzer müssen bei Spaziergängen auf einiges achten. Dazu gehört nicht nur, dass sie die Hundehaufen einsammeln und entsorgen. Weil im Moment Brut- und Setzzeit ist, sollten Hunde nur an der Leine Gassi gehen. Jungtiere wie Rehkitze oder auch der Nachwuchs bodenbrütender Vogelarten können sonst leicht gestört werden.

Auf dem Weg bleiben

Spaziergänger und genauso Mountainbiker sollten auf den Wanderwegen bleiben. Denn auch Abstecher ins Dickicht abseits der Wege stören die Tiere. Ranger Hötte empfiehlt, sich beim Spazierengehen in ganz normaler Lautstärke zu unterhalten – nicht übertrieben leise zu sein oder sich gar zu verstecken, um Wild zu beobachten. Das irritiere die Tiere und schrecke sie auf. An den Anblick und normale Geräusche der Menschen seien sie gewohnt und könnten deshalb einordnen, dass keine Gefahr droht.