Das verzweifelte Schloss-Gespenst und die gute Fee

von Redaktion am 28. Oktober 2022 15:38 Uhr Kinder -  Lesezeit 2 min

Lippstadt – Heute erzählt euch die Lippstädter Puppenspielerin Birgit Lux eine Freundschaftsgeschichte. Die gute Fee nutzt die Sonne zu einem Spaziergang. Sie liebt das bunte Laub und das Knistern der Blätter. Auf einmal hört sie ein Geräusch. Entdecken kann sie aber niemanden. Da! Wieder ein knackender Zweig. Das ist unheimlich und sie läuft zu Kasper. Völlig außer Puste kommt sie bei ihm an. „Was ist denn los?“, will Kasper wissen. Die gute Fee holt tief Luft: „Kasper, ich glaube, ich werde verfolgt.“ „Hast du denn jemanden gesehen?“ Die Fee schüttelt ihren Kopf. „Nein, aber komische Geräusche gehört. Da habe ich einen Schreck bekommen.“

Kasper meint: „Der Sache müssen wir auf den Grund gehen.“ Kaum hat er das ausgesprochen, hören beide ein leises Laub-Rascheln. Vorsichtig schauen sie in die Richtung, aus der das Geräusch kam. Die gute Fee hält sich an Kasper fest. Der deutet auf einen Baum und sagt: „Schau mal, da sieht man ein weißes Stück Stoff. Wer das wohl sein mag?“ Mutig geht er zu dem Baum und fragt: „Hallo, ist da jemand?“ Die gute Fee beobachtet es aus der Ferne. Plötzlich tritt zögernd der Verfolger hinter dem Baum hervor. Kasper lächelt und sagt zur Fee: „Sieh mal, Hui-Buh, das Schlossgespenst, ist zu Besuch.“

„Warum schleichst du hinter mir her?“, möchte die Fee wissen. Das Gespenst antwortet traurig: „Ich bin verzweifelt, weil ich im Schloss so viel allein bin. Da habe ich mich auf die Suche nach Freunden gemacht. Aber erschrecken wollte ich dich nicht.“ Da geht die gute Fee auf das Gespenst zu und nimmt es in den Arm. „Sehr gerne will ich deine Freundin sein. Du bist bei allen im Zauberwald herzlich willkommen.“ Und Kasper nickt dazu.

Vielleicht habt ihr ja Lust, ein Bild zu malen. Schickt es an: Birgit Lux, Danziger Str. 12, 59558 Lippstadt.