Fasten für die Umwelt
von Hannah Löseke am 14. Februar 2020 16:53 Uhr Kinder

Plastik ist nicht gut für die Umwelt und für die Gesundheit. Trotzdem wird das oft genutzt, um zum Beispiel Sachen zu verpacken. Es gibt aber auch viele Möglichkeiten ganz ohne Plastik. Die möchten Kindergärten in der Fastenzeit ausprobieren.

Lippstadt – „Kunststoffe sind unendlich tolle Werkstoffe“, weiß Helena Funke. Kunststoff – so wird Plastik auch genannt. Es ist leicht, bruchsicher, sauber und manchmal richtig sinnvoll. Oft ist Plastik aber nicht nötig. Wie man das vermeiden kann, haben Helena Funke und Dr. Johanna Adler jetzt Eltern und Erzieherinnen erklärt, damit die das Plastikfasten mit den Kindern ausprobieren.

Küche

In der Küche ist es gar nicht so schwer: Joghurt kann man in Gläsern kaufen. Obst und Gemüse gibt es auch lose. Wenn man Käse und Wurst an der Fleischtheke kauft und nicht aus dem Kühlregal nimmt, kann man selbst Dosen dafür mitbringen. Und statt Wasser im Supermarkt zu kaufen, kann man einfach Leitungswasser trinken.

Badezimmer

Für die Haare gibt es festes Shampoo, das kann man in einer Drogerie kaufen. „Dem wurde nur das Wasser entzogen“, erklärt Johanna Adler. Seife gibt es auch als Stück – so wie früher. Und Zahnbürsten gibt es auch aus Bambus.

Unterwegs

Damit man keine Plastikflaschen mitnehmen muss, gibt es Trinkflaschen aus Glas oder Edelstahl. Die kann man immer wieder benutzen. Brotdosen gibt es ebenfalls aus Edelstahl. Wenn man aber schon welche aus Plastik hat, soll man die benutzen, bis sie kaputt sind. Beim Einkaufen kann man Jutebeutel von zu Hause mitnehmen, dann muss man keine Plastiktüte kaufen.

Kindergarten

Manche Kinder haben in ihrer Brotdose einzeln verpackte Schokoriegel oder Milchbrötchen. Darauf kann man bestimmt verzichten. Wenn Feste gefeiert werden, sollte danach der Müll richtig getrennt werden. Kleine Geschenke müssen nicht aus Plastik sein. Beim Basteln kann man außerdem ganz viel mit Naturmaterialien wie Kastanien machen.

Recycling

Das Wort Recycling ist englisch und bedeutet, dass Müll wiederverwertet wird. Glas wird zum Beispiel eingeschmolzen, das ist einfach. Bei Plastik ist das schwieriger: Nur das, was sauber und sortenrein ist, kann recycelt werden. Putzeimer, Gießkannen und Gartenstühle sind aus Hartplastik, das wird in kleine Stückchen geschreddert und eingeschmolzen. Viele Plastikverpackungen sind aber aus verschiedenen Stoffen, die eng miteinander verbunden werden. Die kann man gar nicht vollständig voneinander trennen, deshalb werden die zum großen Teil als Müll verbrannt.