Handballer wollen bei WM begeistern
von Redaktion am 04. Januar 2019 - 16:24 Uhr Kinder

Berlin – Gibt es ein Wintermärchen wie 2007 oder den dritten sportlichen Albtraum in Serie? Zwölf Jahre nach dem Triumph bei der Weltmeisterschaft (WM) im eigenen Land wollen die deutschen Handballer bei der am Donnerstag beginnenden WM erneut Sportgeschichte schreiben und Werbung für ihre Sportart machen.

Vom Titel spricht nach den Enttäuschungen bei der WM 2017 und Europameisterschaft (EM) 2018, wo jeweils nur Rang neun heraussprang, öffentlich zwar niemand. Doch die Marschroute für das Team von Bundestrainer Christian Prokop ist klar: Erst das Halbfinale erreichen und dann mit breiter Brust um eine Medaille kämpfen. „Wir wollen alles dafür tun, die Begeisterung zurückzukriegen“, sagte Prokop.

Erstmals in der 81-jährigen WM-Geschichte werden die Spiele vom 10. bis 27. Januar in zwei Ländern ausgetragen: Neben Deutschland ist Dänemark Gastgeber und auch Ausrichter des Endspiels in der Stadt Herning. Zu den Partien an den vier deutschen Spielorten Berlin, München, Köln und Hamburg werden mehr als 350 000 Fans erwartet, die den deutschen Handballern den Rücken stärken sollen.

Nach deren WM-Auftaktspiel gegen eine koreanische Auswahl am 10. Januar in Berlin sind Brasilien (12. Januar), Russland (14. Januar), Titelverteidiger Frankreich (15. Januar) und Serbien (17. Januar) die weiteren deutschen Gegner in der Vorrundengruppe A.

Um die Hauptrunde in Köln zu erreichen, muss das deutsche Team mindestens Dritter werden. Das Turnier vor heimischer Kulisse ist für jeden deutschen Spieler etwas Besonderes. „Eine Heim-WM ist der Traum von jedem Sportler, und wir können so viel für die Entwicklung des Handballs in Deutschland machen“, sagte Torwart Andreas Wolff. Doch der Held des EM-Triumphes von 2016 weiß: „Die Begeisterung kommt nicht von alleine. Wir müssen erst liefern, dann schwappt diese Welle hoffentlich über.“