Lernen geht auch mit Monopoly
von Redaktion am 20. März 2020 16:33 Uhr Kinder

Ferien sind das gerade nicht, auch wenn die Schulen zu bleiben. Denn für alle Schülerinnen und Schüler findet die Schule jetzt zu Hause statt. Damit das gut funktioniert, haben wir ein paar Tipps.

Kreis Soest – Der Alltag scheint völlig auf dem Kopf zu stehen. Mit dem neuen Coronavirus ist fast alles anders geworden. Schülerinnen und Schüler sollen zu Hause für die Schule arbeiten. Wenn man sich an ein paar Regeln hält, kann das gut klappen.

Organisation

Die Expertin Maresi Lassek rät, sich einen Tagesplan oder Wochenplan zu erstellen. „Dieser Plan legt zum Beispiel fest: Wann stehen wir auf und frühstücken?“, erklärt sie. Denn wenn der Schulweg wegfällt, kann man etwas länger schlafen. Was machen wir wann? Also etwa, zuerst Mathe, dann ein Buch lesen und zum Schluss ist Zeit für Medien. Denn mehrere Sender bieten derzeit extra ein Programm mit Wissenssendungen für Kinder an. Die Reihenfolge legst du selbst fest. „Abwechslung ist wichtig“, sagt Maresi Lassek. Auch Pausen gehören zum Plan.

Ordnung

Zum Lernen braucht man einen Platz. Entweder am eigenen Schreibtisch oder auch am Küchentisch. Dabei ist Ordnung wichtig, sagt der Lehrer Heinz-Peter Meidinger. Alle Lern-Materialien sollten bereit liegen.

Konzentration

„Das Lernen sollte nicht nebenbei stattfinden, sondern ohne Störungen“, betont der Lehrer. Handy und Fernseher sollten unbedingt aus sein.

Zeit

Unterricht zu Hause darf ruhig kürzer sein als der normale Schultag. „Schule ist vielfältiger, zu Hause ist es oft stressiger zu lernen“, sagt Maresi Lassek. Da reichten auch 10 bis 15 Minuten fürs Kopfrechnen, bevor das nächste Thema kommt. Und man kann andere Sachen machen. „Spiele wie Scrabble oder Monopoly haben einen hohen Lernwert“, betont Maresi Lassek. dpa/jul

Was tun bei einem mulmigen Gefühl?

Das Coronavirus löst eine Krankheit mit Husten und Fieber aus. Kinder sind meist nur wenig betroffen. Trotzdem kann es sein, dass du ein komisches Gefühl im Bauch hast. Das ist ganz normal. Damit bist du nicht allein. Schließlich ist gerade alles ungewohnt. Wichtig ist: Wenn dich etwas beunruhigt, tut es gut, mit jemandem darüber zu reden. Die Expertin Barbara Lubisch kennt sich mit solchen Sorgen aus: „Am besten redest du mit deinen Eltern und machst etwas Schönes mit ihnen.“ Vielleicht könnte einer von beiden dir etwas vorlesen. Oder ihr spielt etwas zusammen. „Und es hilft, wenn du und deine Familie sich vorsichtig verhalten –- zum Beispiel wenn ihr euch immer die Hände gründlich wascht“, sagt sie. Und wenn du Corona gerade nicht mehr hören kannst, dann ist das auch ok. Dann lenk dich mit etwas Lustigem ab. dpa