Sabine sorgt für sturmfrei
von Redaktion am 14. Februar 2020 16:53 Uhr Kinder

Kreis Soest – Wenn Kinder sturmfrei haben, meint man eigentlich, dass die Eltern nicht zu Hause sind. Am Montag bedeutete sturmfrei allerdings, dass Sabine unterwegs war. Und zwar mit orkanartigen Böen. Der Sturm mit dem schönen Namen Sabine hat zwar ein großes Durcheinander angerichtet. Zum Glück wurde niemand verletzt. Auch die Schäden halten sich in unserer Region noch in Grenzen.

Über Tausend Rettungskräfte standen am Sonntag im Kreis Soest bereit. 215 Mal mussten sie ausrücken. Dabei ging es meist um umgestürzte Bäume. „Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen“, sagte Feuerwehrchef Thomas Wienecke.

Schon Tage vorher hatte der Deutsche Wetterdienst vor dem Sturmtief Sabine gewarnt. Alle konnten sich vorbereiten und Gegenstände wegräumen, die im Garten oder auf dem Balkon vom Sturm in gefährliche Geschosse verwandelt werden könnten.

Die Feuerwehren waren mit vielen Helfern in den einzelnen Orten vertreten. Diese gute Vorbereitung zahlte sich am Ende aus: Die Folgen des Sturms Sabine sind deutlich geringer als zum Beispiel beim Orkan Friederike vor zwei Jahren.

Im Laufe des Sonntagnachmittags hatte der Sturm wie vorhergesagt an Fahrt aufgenommen. Am stärksten wütete er dann in der Nacht zu Montag. Im Kreis Soest erreichte Sabine keine Orkangeschwindigkeit. Es kam aber zu orkanartigen Böen, also Windstößen von bis zu 108 Kilometern in der Stunde. Viele Schulen waren am Montag vorsichtshalber geschlossen. Denn an so stürmischen Tagen sollte man wenn möglich zu Hause bleiben.

Auch an diesem Sonntag soll es stürmisch werden. Allerdings sind die Vorhersagen nicht ganz so extrem. Windböen bis zu 100 Stundenkilometern werden erwartet. Das ist laut Wetterexperten normal für diese Jahreszeit. jul

Vom Wind zum Orkan

Windstärken werden mit der Beaufortskala gemessen. Sie reicht von 0 bis 12. Windstärke 0 bedeutet Windstille. Windstärke 6 bedeutet „starker Wind“. Er fegt mit einer Geschwindigkeit von 39 bis 49 Kilometern in der Stunde (km/h) dahin. Das ist so ungefähr das Tempo, mit dem ein Auto durch eine Ortschaft fahren darf. Ab einer Geschwindigkeit von 74 Kilometer in der Stunde spricht man von einem Sturm. Ein Orkan hat die Windstärke 12, also die höchste Stufe auf der Beaufortskala. Sturm, der schneller als 117 Kilometer in der Stunde weht, wird als Orkan bezeichnet. Ein Orkan kann schwere Schäden anrichten, Gegenstände durch die Luft wirbeln und sogar Bäume entwurzeln.